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25 Tipps um mobile Nutzer zu begeistern und Conversions zu steigern

Auf thinkwithgoogle.com hat Google uns einen Leitpfaden (PDF) zur Verfügung gestellt, mit dem wir noch mehr aus unserem mobilen Seiten herausholen können. Das Thema des PFDs lautet: „Designprinzipien für mobile Websites: Nutzer begeistern und Conversions steigern“. Mit insgesamt 42 Seiten ein ganz schöner Brocken. Daher hab ich die wichtigsten Punkte einmal für euch zusammengefasst.

Nutzer begeistern und Conversions steigern

Mit diesen Tipps soll von thinkwithgoogle.com soll es möglich sein. Das PDF teilt sich in die folgenden Bereiche auf:

  1. introduction
  2. methodology
  3. homepage & site navigation
  4. site search
  5. commerce & converesions
  6. form entry
  7. usability & form factor
  8. technical checklist

Das Ziel des Dokumentes ist es, das beste Website-Desing für mobile Endgeräte vorzustellen. Bestimmt wünscht sich Google auch, dass wir die hier genannten Punkte berücksichtigen 😉

Hinweis:

Mobile User sind sehr zielorientiert. Sie wollen schnell das finden, was sie suchen. Wenn sie das gesuchte nicht schnell genug finden, oder die Websiten icht an den Bedingungen ihres Endgeräts angepasst ist, ist die Wahrscheinlichkeit eines Absprungs sehr hoch. Lt. Google soll man also sicherstellen, dass der User so zeitnah wie möglich das sieht/findet, was er benötigt.

Tipp 1: Call-to-Action

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 16.14.53Der Call-to-Action sollte an der prominentesten Stelle der Website eingebunden werden. So kann es sinnvoll sein, bei dem mobilen Aufruf einer Unterseite, die Navigation vollständig auszublenden. Dadurch könnte das Call-to-Action Element an vorderster Position sein. Für einen User, der auf der Suche nach einem Kontaktformular ist, wäre das prima, weil er so das Formular direkt bekommt und es ausfüllen kann. Das spart Zeit und Ressourcen.

Tipp 2: kurze aussagekräftige Menüs

Das Menü ist ein belieber Anlaufpunkt, wenn man auf der Website etwas sucht. Gerade bei mobilen Endgeräten kann dieses aber zu einer echten Herausforderung werden. Vor allem bei umfangreichen Menüs mit vielen Unterkategorien. Besser ist es da, das Menü kurz zu halten mit aussagekräftigen Kategorien. So wird dem Besucher das Navigieren erleichtert.

Tipp 3: zurück zur Startseite

Wenn ein User zurück auf die Startseite möchte, kann er dies in der Desktop-Version meist auf verschiedenen Wegen tun. Beim Smartphone sind diese Wege nicht immer möglich. Von daher empfiehlt Google es, das Logo zu verlinken. Da das Logo in der Regel oben, auf allen Seiten vorhanden ist, ist es der ideale „Startseiten-zurück-Button“.

Tipp 4: verdecke nichts mit Werbung

Wenn sich ein User für einen Inhalt interessiert, dann möchte er ihn auch erfassen. Nichts ist dann ärgerlicher, als eine Werbeanzeige, die sich direkt über den Content legt. Ich denke wir haben alle schon einmal diese Erfahrung gemacht. Und, wenn man dann diese Anzeige noch nicht einmal weg-klicken kann, wird es besonders ärgerlich. Denn dann ist der User weg.

Tipp 5: Suche sichtbar platzieren

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 16.25.20Wer eine Such-Funktion auf der Website hat, der sollte sie auch auf der mobilen Version einbauen. Da die Suche einen wichtigen Nutzen für den User haben kann, empfiehlt es sich, sie relativ weit oben zu integrieren.

Idealerweise wird sie entweder in der Navigation mit eingebunden, oder wie rechts im Beispiel unterhalb dieser.

Tipp 6: Suche-Funktion & Ergebnisse richtig anpassen

Jeder von uns kennt das bestimmt, mit dem Smartphone ist man schreibfaul. Da ist eine Auto-Vervollständigung ein wahrer Segen. Auch eine Rechtschreibkorrektur macht den User glücklich, den verschreiben kann man sich viel zu schnell bei den kleinen Tastaturen.

Das Suchergebnis ist ein weiterer wichtiger Hebel. Wir SEOs wissen, dass in den SERPs das erste Ergebnis (meist) am häufigsten angeklickt wird. Ähnlich ist es auch mit den Suchergebnissen einer Website. Von daher sollte man als Webmaster sicher stellen, dass die Ergebnisse richtig präsentiert und dargestellt werden.

Tipp 7: Filter in der Suche

Mithilfe von Filtern kann eine Suche noch weiter verfeinert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der User auch wirklich das findet, was er sucht. Allerdings sollte man aufpassen, dass das Suchergebnis nicht plötzlich bei „0“ steht. Besser ist es zu sagen, dass es 0 Ergebnisse gab, aber diese z. B. 5 Ergebnisse der Anfrage sehr ähnlich sind.

Tipp 8: Fragen vor der Suche

Bei großen Websites oder Shops kann es sinnvoll sein, vor der Suche Fragen einzubauen. Nehmen wir einmal an, wir hätten einen Shop mit Schuhen (meinem Lieblingsbeispiel 😉 ). Bevor der User nach „Turnschuhen“ sucht, kann/muss er auswählen, ob er männlich oder weiblich ist, welche Schuhgröße er hat und wie hoch der Preis sein darf.

Tipp 9: Registrierung nicht erzwingen

Ein User will etwas von unserer Seite kaufen. Das ist super. Doch, was ist, wenn  er oder sie sich erst registrieren muss? Ganz ehrlich, auf dem Tablet oder dem Smartphone registriere ich mich eigentlich so gut wie nie. Mir ist das viel zu umständlich und Google scheint bei der Studie zu der gleichen Meinung gekommen zu sein. Wenn ein User etwas kaufen oder haben will, dann sollten wir ihn nicht zwingen sich zu registrieren.

Tipp 10: als „Gast“ kaufen

Bevor der User abspringt, sollten wir es ihm möglich machen, den Kauf als „Gast“ abzuschließen. Ganz ohne Registrierung und nervigem getippe auf dem Smartphone. D. h. aber nicht, dass wir ihn im Nachhinein eine Registrierung nicht noch schmackhaft machen können.

Tipp 11: nutze, was du bereits hast

Sollte ein User bereits früher einmal einen Kauf bei uns getätigt haben, dann liegen uns in der Regel seine Daten vor. Was meint ihr, wie sich dieser User freut, wenn er bei einer erneuten Bestellung seine Daten bereits vorausgefüllt in den Pflichtfeldern vorfindet.

Tipp 12: nutze Call-to-Action-Buttons um Abbrüche zu vermeiden

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 16.45.52Nicht jedes Produkt ist einfach erklärt und kann innerhalb von wenigen Minuten online bestellt werden. Bei komplexen Produkten bietet es sich von daher an einen Call-to-Action in den Verkaufsprozess einzubauen. Dieser kann entweder zu einer Hilfe-Hotline oder einem FAQ führen, wo der User noch weitere nützliche Informationen bekommt und den Kauf letztlich abschließt.

Tipp 13: Kauf über andere Geräte ermöglichen

Jetzt kann es natürlich sein, dass der User mit seinem Smartphone zwar das richtige Produkt gefunden hat, es aber nicht sofort bestellen möchte. Vielleicht, weil er sich doch registrieren  muss, vielleicht aber auch aus einem anderen Grund. Damit der User später nicht mehr erneut nach dem gefundenen Produkt suchen muss, helfen Buttons. Über Social Sharing Buttons oder einen E-Mail-Button kann der User sich den Link der Seite an andere Geräte schicken und den Kauf später von dort durchführen.

Tipp 14: Eingaben erleichtern

Wenn man ein Formular ausfüllen muss, dann ist es gut, wenn man den richtigen Schreib- oder Ziffernblock hat. Idealerweise wird dieser direkt von der Website zur Verfügung gestellt. So muss nicht lange nach dem @-Zeichen oder nach Zahlen gesucht werden.

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 16.53.42Tipp 15: kleine Hilfsmittel bei der Eingabe

Ergänzend zu Tipp 14 kann man auch über Dropdown-Menüs oder ähnlichem nachdenken. Auch diese erleichtern die Eingabe, z. B. beim Geburtsdatum oder falls das Lieferdatum ausgewählt werden soll.

Tipp 16: ein Kalender

Ebenfalls sehr nützlich in diesem Zusammenhang kann ein Kalender sein. Über diesen kann z. B. eine Hotelbuchung oder die eines Urlaubs erfolgen. Mithilfe des Kalenders kann der User schnell und bequem sein Wunschdatum auswählen und weiter gehts.

Tipp 17: Fehler frühzeitig melden

Auch das kennen wir alle bestimmt. Wir füllen ein Formular aus und schicken es ab, doch dann kommt die Meldung, das irgendwas falsch war und müssen alles wieder von vorne ausfüllen. Da ist der Abbruch schon fast sicher.

Besser wäre es, wenn man sofort einen Hinweis erhält, wenn etwas nicht richtig eingetragen ist. Idealerweise taucht diese Info auf, bevor man versucht das Formular abzuschicken.

Tipp 18: so kurz wie möglich, so lang wie nötig

Formulare auf dem Smartphone sollten so kurz wie nur möglich sein, um den User zu animieren und nicht zu verschrecken. Ebenfalls hilfreich kann das Einblenden des Fortschritts sein, z. B. wenn das Formular über mehrere Seiten geht.

Tipp 19: alle Seiten mobile machen

Der 19te Tipp von Google ist schon fast selbstverständlich. Er besagt, dass man am besten alle Seiten einer Website für mobile Endgeräte optimieren soll.

Tipp 20: vermeide zoomen

Lt. Google ist bei einer mobile optimierten Seite ein zoomen nicht erforderlich. Dieser Tipp wird auch in der Studie noch einmal angemerkt, weil es wohl immer noch Seiten gibt, wo Inhalte ohne zoomen nicht zu lesen wären.

Tipp 21: hochwertige Bilder nutzen

Wer sein Produkt verkaufen will, der muss es ins rechte Licht rücken. Und das geht am besten mit guten Bildern. Auf diese sollte man auf keinen Fall verzichten.

Tipp 22: Bildschirmdarstellung anpassen

Bildschirmfoto 2015-10-12 um 17.07.04Wenn eine Seite deiner Website am besten im Querformat statt Hochformat aussieht, dann sage dies dem User. Nur so erhält er die beste Usability und Optik.

Meiner Meinung nach wäre es jedoch besser, wenn die Seite auf jedem Format gut aussehen würde 😉

Tipp 23: bleib in einem Browser-Fenster

Einige Elemente oder Links einer Website lassen sich nur in einem neuen Fenster öffnen. Beim Smartphone erhöht dies aber das Risiko, dass der User nicht mehr zurück auf die eigene Seite kommt. Wenn also eine solche Funktion unvermeidbar ist, dann sollte sie zumindest so eingestellt werden, dass die eigene Website nicht komplett verschwindet, sondern noch in einem Tab offen bleibt. So kann der User problemlos wechseln.

Tipp 24: richtige Bezeichnungen auswählen

Stellen wir uns einmal vor, dass auf der mobilen Version unten irgendwo steht: „zur vollen Version“. Der User wird irritiert sein, darauf klicken und in der Desktop-Version landen. Hätte man den Button sofort so bezeichnet, hätte der User bestimmt nicht darauf geklickt.

Tipp 25: Standortangaben

Wenn man vom User seine Standort erfragen muss, kann dies ein heikles Anliegen sein. Denn nicht jeder User will diesen bereitwillig mit der Welt teilen. Um dennoch an die Daten zu kommen, ist es wichtig, dem User zu erklären, warum man sie benötigt.

Fazit: Tipps die jeder kennen sollte

Smartphones und Co. sind heutzutage nicht mehr weg zu denken. Daher müssen auch wir Online uns mit diesem Medium auseinander setzen. Meiner Meinung nach gibt es immer noch genug Websites, die diese neue Besucherquelle vernachlässigen. Dabei ist es gar nicht so schwer, auch die mobile Users mit ins Boot zu holen.

Die genannten Tipps von Google sind kein Hexenwerk und sollten soweit möglich auch angewendet werden. Schließlich wollen wir doch letztlich alle, dass der User auf unserer Website glücklich ist. Und glückliche User kaufen auch 😉

3 Comments:

  1. Tipp 26: 1-klick bezahldienste wie PayPal und Amazon payments anbieten.

  2. Pingback: Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 43 | SEO-Trainee

  3. Sehr hilfreicher Artikel, die Tipps sollte man sich zu herzen nehmen. Besonders interessant finde ich die Tipps 20, 21 und 22. Ich als User bin manchmal genervt, wenn ich die Seiten hin und her Zoom muss, um den Inhalt vollständig lesen zu können, bei den Bildern sollte man sich Hilfe von außen holen, am besten Profifotografen holen, oder zu mindestens hochwertige Ausrüstung setzen. Der Hinweis quer oder hoch Format ist einfach Top!

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