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3 Fehler, die man beim Disavow Tool vermeiden sollte

Vor einiger Zeit habe ich euch in meinem Beitrag „Raus aus der Penalty“ erzählt, dass eine meiner Domains durch negativ Backlinks belastet wird. Irgendjemand hat sich den Spaß gemacht und auf die Domain ein Menge böse Links gesetzt, die ich damals alle per Disavow ausschließen lies. Seit dem beschäftige ich mich häufiger mit dem Disavow Tool von Google. Drei wichtige Dinge sind mir dabei besonders aufgefallen, die meiner Meinung nach ein großes Risikopotenzial darstellen. Welche das sind, möchte ich euch im Folgenden zeigen.

Die drei größten Fehler, die man beim Einsatz des Disavow Tool machen kann

Bildschirmfoto 2014-11-24 um 15.24.42Für Leute, wie mich, die sich mit negativ SEO auseinandersetzen müssen, ist das Tool ein wahr gewordener Traum. Dabei muss man jedoch einiges beachten, damit der Traum nicht urplötzlich zum Alptraum wird.

  1. Der einmalige Einsatz des Disavow Tools reicht aus
  2. Keine Geduld
  3. Verzweifelt an die Wirkung vom Disavow Tool glauben

1. Der einmalige Einsatz des Disavow Tools reicht aus

Wie oft man das Disavow Tool einsetzt, hängt grundsätzlich vom Bedarf ab. Wer vom Pinguin betroffen ist, weil z. B. zu viele Backlinks auf Blogkommentare aufgebaut wurden, kann diese nicht zwingend alle selbst abbauen. In einem solchen Fall ist es gut, dass es das Disavow Tool gibt. Alle Links, die man abwerten möchte, werden in die Liste eingetragen und die Daten anschließend an Google übermittelt. Für den ersten Moment war es das aber auch schon.

Gleiches gilt für Websites die mit Spam-Links zugemüllt werden. Zunächst werden alle Links gesammelt und an Google übermittelt, FERTIG!

Nein, nicht wirklich. Denn jetzt fängt die Arbeit erst an. Immerhin hört keiner wirklich mit dem Linkaufbau auf. All zu schnell können sich neue Backlinks finden, die wieder per Blogkommentare gesammelt wurden, z. B. weil der liebe Kollege nichts von der Penalty wusste oder weil er es gut meinte.

Wer von negativ SEO betroffen ist, der bekommt meist über einen längeren Zeitraum viele schlechte Links. Innerhalb von zwei Monaten konnte ich bei meinem o. g. Projekt die Liste an Bad-Links verdoppeln und ein Ende ist momentan noch nicht in Sicht.

Deshalb sollte jeder, der das Tool einmal im Einsatz hatte, die Datei mit den schlechten Links prüfen und ausbessern. Ich selbst schaue mir jetzt meine Backlinks einmal im Monat an. Prüfe, was neu hinzugekommen ist und was davon Spam ist. Alle Bad-Links kommen dann in die Liste, die ich anschließend neu im Disavow Tool hochlade. Nur durch die stetige Aktualisierung der Datei kann ich sicher gehen, dass meine Seite nicht doch noch vom Pinguin abgemahnt wird.

2. Zu wenig Geduld

Bad-Links und Geduld, dass ist so eine Sache. Hat man erstmal die schlechten Backlinks entdeckt, will man sie auch so schnell wie möglich wieder los werden. Man erstellt eine schöne Liste und versucht im Vorfeld so viele selbst abzubauen, wie nur irgend möglich. Erst dann wird das Tool eingesetzt. Ab da an heißt es warten und das kann ziemlich an die Nerven gehen. Ich hab das selbst erlebt, weil ich mir erhofft hatte, dass Google schneller erste Auswirkungen zeigt. Leider war das nicht der Fall und ich musste weiter warten.

Diese Wartezeit sollte man nutzen, um die Website aktiv nach vorne zu bringen, z. b. mithilfe von neuen Inhalten. So merkt Google, dass an der Seite weiter gearbeitet wird.

Wer das Disavow Tool im Einsatz hat, muss geduldig sein. Von heute auf morgen passiert hier nichts. Wie lange es dauert, bis man die Wirkung sieht, kann ich zwar nicht genau sagen. Aber so wie meine Erfahrungen sind, ist das eh bei jeder Seite anders.

3. Verzweifelt an die Wirkung vom Disavow Tool glauben

Nachdem meine Seite den Einbruch hatte und ich das Tool einsetzen musste, habe ich mich mit anderen Unterhalten, die ebenfalls schon eimal disavowen (heißt das wirklich so?) mussten. Nicht jeder hat mir etwas positives über den Einsatz des Tools erzählen können. Es gab Fälle, da hat sich der Einsatz überhaupt nicht gelohnt und die Seite hat sich nicht wieder erholt. Jetzt ist natürlich die Frage, wurde hier einfach nicht lang genug gewartet? Wurden nicht genügend Links ausgeschlossen?  Oder wurde die Datei im Disavow Tool komplett von Google ignoriert?

Jeder für sich sollte sich genau überlegen, ob er oder sie lang genug gewartet haben, bevor ein Projekt aufgegeben wird. Ich selbst tue mich auch schwer damit meine Projekte zu deaktivieren, immerhin hat man hier viel Liebe und Zeit investiert. Bis dato habe ich deshalb auch noch keines aufgegeben. Ob dies auch in Zukunft so bleibt, weiß ich nicht. Ich denke, wenn ich nach einem Jahr kein positives Ergebnis habe, wird das Projekt begraben.

Ausgeschlossene Links sind weiterhin in WMT zu sehen

Eine Sache, die ich besonders doof finde, ist die dass die Backlinks, die man mithilfe vom Disavow Tool ausgeschlossen hat, weiterhin in Google Webmaster Tools zu finden sind. Unter Links werden sie fröhlich aufgeführt, so als hätte man rein gar nichts getan.

Im ersten Moment hat mich das damals sehr irritiert, weshalb ich mir die Datei sofort nochmals angesehen habe, die ich damals hinterlegte. Da das bei mir natürlich kein Einzelfall ist, bin ich inzwischen aber entspannter 🙂

Fazit: jeder muss selbst entscheiden, wie weit er geht

Geduldig zu sein, genau das hat mir dieses Tool beigebracht. Aber nicht nur das, ich gucke mir seit dem regelmäßig mein Backlinkprofil an. Eine Sache, die ich zuvor doch stark vernachlässigt habe.

Zwar glaube ich an die Wirkung des Tools, doch zu 100% überzeugt bin ich noch nicht. Daher glaube ich, dass letztlich jeder selbst entscheiden muss, wie lange er den Einsatz durchführt und ob es nicht doch irgendwann an der Zeit ist, ein Projekt zu beerdigen. Natürlich nur, wenn es sich gar nicht mehr erholt!

Zu guter Letzt würde ich gern wissen, welche Tipps zum Disavow Tool ihr noch parat habt 😉

Ein Kommentar:

  1. Pingback: Top 10 der Woche 48/14 - SEO-united.de Blog

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