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Buchrezension: Recht im Online-Marketing

Wer im Online-Marketing arbeitet, der sollte auch die wichtigsten rechtlichen Fallstricke kennen. Lange Zeit habe ich mich davor gedrückt, weil ich nicht wusste, wie und wo ich mich am besten informieren kann. Immerhin ist Online-Recht ein sehr schnelllebiges Thema, welches sich ständig ändert.

Von daher war ich froh, als das Buch „Recht im Online-Marketing“ von Christian Somecke und Sibel Kocatepe heraus kam. Dieses Buch dient mir als Einstieg in die wirre Welt des Online-Rechts. Denn auch, wen so ein Buch schnell veralten kann, hilft es um einen ersten Überblick zu bekommen.

Was ist drin im Buch?

recht im online marketing

Quelle: Amazon

Auf über 700 Seiten habe ich hier Informationen und Tipps um diverse Online-Fälle bekommen. Vom Onlineshop bis hin zum Newsletter wird hier alles (m.M.n.) wichtige aufgeführt. Aber schauen wir uns mal das Inhaltsverzeichnis an.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung
  2. Instrumente des Online-Marketings
  3. E-Mail und Newsletter-Marketing
  4. Mobile Marketing
  5. App-Marketing
  6. Video-Marketing
  7. Social Media Marketing
  8. Content Marketing
  9. Werbeflächen im Internet
  10. Affiliate Marketing
  11. Webanalyse
  12. Suchmaschinenwerbung (SEA)
  13. Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  14. Der Onlineshop
  15. Die Website
  16. Der Rechtsweg: Abwehr und Durchsetzung von Ansprüchen bei Rechtsverletzungen
  17. Mustertexte
  18. Fazit und Ausblick

Wie ihr seht, ist das Buch gut aufgeteilt. Ich bin froh, dass ich die ersten Kapitel überspringen darf 😉 Mit E-Mail und Newsletter-Marketing habe ich bis jetzt noch nichts am Hut. Aber vielleicht kommt auch das einmal. Dafür ist z. B. das Kapitel 4 zum Mobile Marketing wiederum besonders spannend für  mich.

Mobile Marketing – ein kleiner Einblick

wpid-wp-1447233171961.jpgWer sich jetzt fragt, was darüber in dem Buch wohl steht, der bekommt jetzt einen kleinen Einblick.

Ihr müsst immer daran denken, dass ihr auf einem Smartphone weniger Platz zur Verfügung habt. Gewisse Dinge werden weiter unten dargestellt, andere werden ganz ausgeblendet. Stellen wir uns jetzt mal vor, jemand will einen Kreditvertrag abschließen. Er holt sich die Infos mithilfe seines Smartphones und stößt dabei auf ein top Angebot, welches er nicht ablehnen kann. Was folgt ist der Abschluss des Vertrages und ein böses erwachen. Denn was er nicht gesehen hat, war dass z. B. der eff. Jahreszins gar nicht für seinen ausgewählten Kredit gilt, sondern für ein völlig anderes Angebot. Oder das die Laufzeit eine ganz andere ist. Im Vergleich zum Smartphone hätte der gleiche User auf dem Desktop diesen Hinweis gesehen und den Vertrag nicht abgeschlossen.

Damit solche Versehen nicht geschehen, gibt es gesetzliche Regelungen dazu.

Cookie-Hinweis

Ein weiteres Thema, was mich in den letzten Monaten sehr beschäftigt hat, sind die Cookie-Hinweise. Dies war somit auch das Erste, was ich im Buch nachgeschlagen habe 😉 Dabei bin ich auf Folgendes gestoßen:

… personenbezogene Cookies ist bereits nach derzeitiger Rechtslage eine positive Einwilligung erforderlich, für pseudonyme Cookies jedoch nicht. – Seite: 314

Auf der nächsten Seite steht aber  – und das finde ich sehr interessant, dass:

Allerdings bedarf es weiterhin keiner Einwilligung, wenn der Cookie technisch erforderlich ist, um den jeweiligen Dienst zu erbringen, und der Nutzer den Dienst ausdrücklich gewünscht hat (Session-Cookie, z. B. bei einem Warenkorb)

Wie jedoch die Umsetzung erfolgt, ist nicht geregelt. Hier hat man somit einen Spielraum. Außerdem ist das EU-Gesetz noch nicht in deutsches Recht umgewandelt worden.

Was mir in diesem Zusammenhang jedoch noch nicht klar war ist, dass bevor der User zustimmt, die Seite frei von Cookies sein muss.

Social Media

Ein weiteres wichtiges Thema – gerade im Bereich Recht – ist Social Media. Hier gibt es so einiges zu beachten. Die Gefahr einer Abmahnung, oder das man hier etwas verkehrt macht, ist m.M.n. relativ groß. Angefangen von Bildrechten bis hin zur Namesverwendung und Gewinnspielen.

Vor allem der Bereich Gewinnspiele interessiert mich aktuell sehr. Es geht auf Weihnachten zu und das ist nun mal eine sehr gute Zeit dafür. Auch hierzu steht was im Buch. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass hier noch etwas detaillierter auf FB-Gewinnspiele eingegangen wird.

Fazit zum Buch

wpid-wp-1447233178659.jpgViel zu lesen, viel zu lernen! Und zum Glück gut geschrieben. Denn sonst wäre ich wahrscheinlich schon bei den ersten Sätzen eingeschlafen. Das war nicht der Fall, im Gegenteil es macht Spaß das Buch zu lesen. Obwohl ich gestehen muss, dass das Buch für mich persönlich eher als ein Nachschlagewerk dient. Von vorne bis hinten werde ich es wohl nicht durcharbeiten 😉

Ganz besonders die letzten zwei Kapitel mit den Rechtssprechungen & Tipps sowie die Textvorlagen sind bestimmt für viele interessant. Bei den vielen Neuerungen auf dem Markt ist es schwer alle Texte auf dem Laufenden zu haben. Hier kann man nochmals prüfen, ob der Text zum Datenschutz aktuell passt, oder ob Verbesserungen vorgenommen werden müssen.

Wer jetzt noch mehr Wissen will, der sollte sich das Buch vom Rheinwerk Computing Verlag holen. Entweder direkt vom Verlag oder hier bei Amazon (Affili-Link).

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