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Buchvorstellung: Don’t make me think!

Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich euch ein wirklich cooles Buch vorstelle. Bereits seit Dezember letzten Jahres liegt das Buch „Don’t make me think!“ von Steve Krug und dem mitp Verlag bei mir. Um ehrlich zu sein, habe ich viel zu lange gebraucht, um dieses dünne Buch durchzulesen – #SchandeaufmeinHaupt.

Worum geht es in dem Buch?

dontmakemethink-cover

Steve Krug erzählt hier auf ca. 200 Seiten ein paar wesentliche Dinge zum Thema Usability.

Für  mich ist eine gute Usability immer dann gegeben, wenn ich etwas intuitiv nutzen kann. Ich will mir nicht lange Anleitungen durchlesen um zu verstehen, wie dieses oder jenes geht. Das gilt für einen neuen Fernseher genauso wie für das Internet. Doch leider sehen das nicht alle Webmaster und Hersteller genauso. Daher gibt es z. B. im Internet immer noch viel zu viele Webseiten mit einer grauenhaften Usability.

Der Spruch „Don’t make me think!“ passt meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge. Ich will nicht über eine Website nachdenken. Ich will sie einfach nutzen und wenn ich das nicht kann, bin ich ziemlich schnell frustriert.

Jetzt weiß ich aber, dass es nicht immer leicht ist, eine Website aufzusetzen, dessen Usability (Nutzbarkeit) wirklich gut ist. Bei meinen Nischenseiten bin ich bis dato auch nie nach solchen Kriterien gegangen. Die Seiten wurden so erstellt, wie ich es für richtig hielt. Aber ob das auch wirklich richtig ist? Das kann mir nur der einzelne User sagen 😉

Was ist drin im Buch?

Werfen wir mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis. Allein die Kapitelüberschriften sind hier ein echtes Highlight. Während viele andere Bücher sehr steif aufgebaut sind – was man von Fachbüchern auch eigentlich erwartet – ist hier vieles anders und irgendwie auch spannender.

  1. Kapitel: Don’t make me think!
  2. Wie wir das Web wirklich nutzen
  3. Plakatdesign für die A1
  4. Tier, Pflanze oder Mineral?
  5. Lassen Sie nutzlose Wörter weg
  6. Straßenschilder und Brotkrumen
  7. Die Urknall-Theorie des Webdesigns
  8. „Bauern und Viehzüchter sollten Freunde sein“
  9. Usability-Tests für nur 10 Cent täglich
  10. Mobil sein ist alles
  11. Usability – eine Frage der Höflichkeit
  12. Barrierefreiheit und Sie
  13. Führer der Verwirrten

Auf 13 Kapitel bringt uns Steve Krug das Thema Usability näher und das auf eine wirklich lustige und lesenswerte Art und Weise. Ich bin immer wieder froh, wenn ich so ein offenes Buch in den Händen halten darf. Fern ab vom Fachchinesisch und langweiligem Bla Bla. Und weil der Autor weiß, wie wenig Zeit wir doch haben, hat er das Buch auch noch kurz gehalten. Danke Steve 🙂

Überzeugt mit vielen Beispielen

dontmakemethinkMich persönlich überzeugen vor allem die vielen Beispielen. Wie gesagt, ich habe im Vorfeld quasi noch nichts mit dem Thema zu tun gehabt. Dennoch habe ich hier viel mitnehmen können. Zum einen wegen den vielen tollen Beispielen und zum anderen wegen der tollen und veranschaulichen Schreibweise.

Auf Seite 76 gibt es ein schönes Beispiel indem ein User einen Link auf einer Website sieht. Der Link lautet: Gewindeschraube. Was glaubt ihr, wird dem User wohl gezeigt, wenn er auf den Link klickt?

  1. Wird er 1. auf einer Seite landen auf der er Gewindeschrauben findet (was super passen würde) oder
  2. wird er auf eine allgemeine Ersatzteilseite landen oder
  3. erscheint die 404-Fehlerseite (aller schlechteste Variante).

Das Beispiel hier ist zwar simpel, aber es spiegelt genau das wieder, was jeden Tag im Web passiert. Immer noch werden viele User auf Seiten weitergeleitet mit denen sie nichts anfangen können. Und warum ist das so? Weil sich entweder der Webmaster keine Gedanken gemacht hat oder weil er von seiner eigenen kleinen Sichtweise ausgeht.

Ich bin nicht die Masse

Eine Weisheit, die ich gelernt habe ist, dass ich mich nicht mit der Masse vergleichen kann. Ich muss zugeben, genauso habe ich lange Zeit gedacht. Wenn ich z. B. Probleme mit einer Website oder einer Funktion habe, dann muss es bei den meisten Usern im Netz genauso sein.

Steve Krug zeigt aber, dass dem nicht so ist. Jeder User ist anders. Jeder User hat einen anderen Erfahrungsschatz und genau dieser leitet uns bei unserer Suche/unserem Doing im Web. Und weil dem so ist, darf ich nichts verallgemeinern. Vielmehr muss ich testen, was funktioniert und was nicht.

Absolut lesenswert

Das Buch ist genial (meine Meinung) 🙂 Es ist so einfach und dennoch öffnet es einem wirklich die Augen. Von daher kann ich es euch nur empfehlen. Vieles von dem was hier drin steht, wird auch noch in den nächsten Jahren gültig sein. Ich gehe sogar davon aus, dass je besser wir die Usability unserer Websites gestalten, umso erfolgreicher werden wir sein. Ich werde die Tipps aus dem Buch definitiv bei meinem nächsten Projekt berücksichtigen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich das Buch u. a. bei Amazon bestellen (Affili-Link).

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