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Das WDF*IDF Tool von OnPage.org im Test

Wer sich mit Content und SEO beschäftigt, für den wird WDF*IDF  nichts neues sein. Ich selbst hatte mich mit solchen Auswertungen eher weniger beschäftigt. Doch, da ich nun mal OnPage.org hatte, dachte ich mir, dass ein kleiner Test nicht schaden könnte 🙂 

Ein Thema finden

Für mich stand sofort fest, dass ich das WDF*IDF Tool für meine Gartenseite (garten-freizeit.net) ausprobieren wollte. Ich wusste nur noch  nicht, was für einen Artikel ich schreiben sollte. Um nicht lange nach einem geeigneten Thema suchen zu müssen, habe ich mir die Suchanfragen in der Search Consol (ehem. Webmaster Tools) angesehen. Dort bin ich relativ schnell auf ein geeignetes Thema gestoßen, welches ich ausbauen wollte.

Bildschirmfoto 2015-06-12 um 14.46.47Wir steuern ja gerade auf den Sommer zu und ich finde, dass da der „Sommerflieder“ wunderbar passt. Einen Artikel hatte ich bereits zu dieser Fliedersorte geschrieben. Dieser befindet sich momentan in den Top 50. Um noch ein paar Positionen gut zu machen, habe ich also einen neuen Artikel zur Ergänzung geschrieben.

Die richtigen Terme finden

Normalerweise lese ich mich immer erstmal in das Thema ein. Doch dieses mal habe ich mir zuerst die WDF*IDF Analyse zum Keyword „Sommerflieder pflegen“ angesehen. Beim Keyword habe ich mich übrigens für eine 2-Wort-Kombination entschieden, weil das Tool auch solche Kombinationen berücksichtigt. Heraus kam:

Bildschirmfoto 2015-06-12 um 14.53.02

Auf dem Screen seht ihr die Verteilung der Einzelterme. Ich könnte jetzt noch die 2-Wort-Paare hinzu nehmen und das alles mit einer beliebigen URL vergleichen. Doch zunächst brauchre ich nur die Terme. Diese habe ich mir genau angeschaut um sie später in meinem Text einzubauen.

Bevor ich den Text jedoch erstellen konnte, musste ich mir Hintergrundwissen aneignen. Und das geht nun mal am besten durch lesen. Also habe ich mir die Top 10 Ergebnisse bei Google zu dem Keyword angesehen. Beim Lesen habe ich diesmal darauf geachtet ob und in welcher Weise die Terme bei der Konkurrenz verwendet wurden. Außerdem habe ich mir Gedanken gemacht, was den bisherigen Artikeln noch fehlte und was sie besonders hervorhob.

Durch diesen Weitblick erhoffe ich mir einen Vorteil. Weil ich nun glaube zu wissen, was auch für meinen Artikel wichtig ist, damit er bei den Usern gut ankommt.

Nach der Texterstellung

Nachdem ich den Text geschrieben hatte, habe ich ihn probehalber schon mal auf der Website eingebaut und mithilfe des Tools überprüft. Anschließend habe ich noch einen kleinen Feinschliff vorgenommen. Wobei ich immer jedoch auf die Schreibweise geachtet habe. Das letzte was ich wollte, war ein Text für Google. Es muss schon noch ein Text für die User bleiben 😉

Bei der zweiten Analyse mit OnPage.org kam dann dieses heraus:
Bildschirmfoto 2015-06-12 um 15.01.46Die grünen Punkte ist die Anzahl, wie häufig ich das Keyword genutzt habe. Wie ihr seht, habe ich nicht alle Keywords im Text mit untergebracht.Die Begriffe „Globalladtag“ oder „Synchronjs“ sind für  mich nicht wirklich relevant, daher habe ich sie erst gar nicht mit aufgenommen.

Mithilfe des Text-Assitenten könnte ich den Text jetzt nochmals überarbeiten. Begriffe, wie „Schmetterlingsflieder“ oder „Blütezeit“ sollten häufiger auftauchen, dafür müsste aber der Term „Sommer“ weniger oft verwendet werden.

Bildschirmfoto 2015-06-12 um 15.15.41

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich keine weitere Überarbeitung vornehmen werde. Immerhin soll und muss der Text lesbar bleiben. Er ist für den User und sonst für keinen. Außerdem haben die Wettbewerber ja auch nicht die ideale Kurve eingehalten. Von daher ist es meiner Meinung nach nicht schlimm, wenn man nicht alle Terme exakt der WDF*IDF Kurve hat.

WDF*IDF richtig einsetzen

Für mich ist diese Funktion ein nettes Spielzeug mit dem ich mir Inspirationen für meine Artikel holen kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ohne das Tool wäre ich nie im Leben darauf gekommen, das Wort „Schmetterlingsflieder“ mit in den Text aufzunehmen. Ich wäre  höchstwahrscheinlich bei Sommerflieder geblieben. So gesehen, hat sich der Einsatz schon gelohnt.

Dennoch darf man solche Tools nicht zu viel Macht einräumen. Sie dienen der Unterstützung, d. h. aber nicht, dass man sich zu 100% nach ihnen richten muss. Meine Bitte hier: „Behaltet den User im Auge.“

Was hat der Text gebracht?

Zu guter Letzt möchte ich euch noch zeigen, was mir der WDF*IDF optimierte Text gebracht hat. Eine Woche nach der Onlinestellung wurde der Text bereits indexiert. Bei der Site-Abfrage steht er auf Seite 2. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen.

Wie lange es jedoch dauert, bis der Artikel auch eine gute Position bei Google hat, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich werden da noch einige Wochen ins Land ziehen. Es könnte auch passieren, dass ich gar keine Top Platzierung erziele. Ein WDF*IDF optimierter Text ist keine Garantie für gute Positionen in den SERPs.

Drei Wochen später kann ich aber zumindest sagen, dass der Artikel in den Top 30 angekommen ist.

Bildschirmfoto 2015-06-30 um 10.42.45Wenn der Artikel jetzt noch Backlinks bekommt und intern noch besser verlinkt wird, stehen die Chancen gut demnächst in die Top 20 zu kommen. Vielleicht sogar in die Top 10 😉

Ist WDF*IDF wirklich besser?

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, ob es wirklich ein WDF*IDF Text sein muss. Ich hätte ja auch einfach einen Text zu dem Thema schreiben können, der jetzt vielleicht ebenfalls auf Platz 25 wäre. Wer weiß das schon? Ich, denn ich habe schon einige Zeit früher einen ähnlichen Artikel erstellt. Der Vergleichsartikel bezieht sich ebenfalls auf den Sommerflieder und hat eine ähnliche Textlänge. Was ihm jedoch fehlt sind die zusätzlichen Keywords.

Der bestehende Artikel befindet sich momentan in den Top 50. Der neue Artikel in den Top 30. Vielleicht ist es zu früh jetzt schon ein Statement dazu abzugeben, aber momentan sieht es so aus, als wäre der WDF*IDF optimierte Text wirklich besser. Vorausgesetzt der Artikel hat keinen Freshness-Bonus von Google bekommen. Aber das werden wir erst in den nächsten Wochen wissen 😉

Noch mehr Testberichte und Informationen findet ihr auf:

14 Kommentare:

  1. Das ist eine Produktvorstellung, kein Test. Was soll das?

    • Hi Bauma,

      ja, ein Produkt, bzw. ein Tool wird hier vorgestellt. Das steht ja auch so in der Überschrift. Dennoch geht es hier um die grundlegende Frage, ob ein WDF*IDF optimierter Text besser ist, als einer ohne. Wenn du bis zum Ende gelesen hast, dann wirst du sicherlich gemerkt haben, wie sich dieser Test bisher ausgewirkt hat 😉

      Lieben Gruß
      Sabrina

  2. Hey Sabrina,

    schöne Fallstudie, bin gespannt wie sich die Ergebnisse nach einer Zeit präsentieren. Ich habe mich sofort gefragt, wie du entscheidest ob du einen bestehenden Artikel aufbohrst oder einen neuen schreibst?

    Deine Ausgangssituation war ja: Sommerflieder ranked noch nicht sooo gut
    Deine Maßnahme: Ich schreibe einen neuen Artikel zur Pflege

    Mein erster Gedanke war sofort: Wie soll der Sommerfliederartikel von diesem Vorgehen profitieren (gut, einen weiteren internen Link)? Warum bohrst du die Themenseite Sommerflieder nicht durch einen großen Abschnitt „Pflege“ auf und bietest den Nutzern dort alles zum Thema?

    Dass die URL auch das Potenzial hat anschließend für „Sommerflieder pflegen“ zu ranken sollte ja klar sein.

    Das Vorgehen macht vllt. bei einem einzigen Artikel nicht den großen Unterschied, aber je größer die Seite und je mehr URLs desto größer der Hebel der Vorteile:

    – weniger URLs, die gecrawlt werden müssen
    – weniger Pflegeaufwand / verwaltungsaufwand
    – Backlinksignale und interne Links werden gebündelt
    – Social Signals werden gebündelt
    usw.

    Meine Frage also: warum eine extra URL für ein Keyword (und Phrasen)? Davon profitiert die URL für Sommerflieder doch relativ wenig (meine Vermutung) 😉

    • Hi Stefan,

      du denkst genau richtig 🙂
      Mir geht es in erster Linie nicht darum, den ersten Artikel zu pushen. Ok, vielleicht ein bisschen. Aber für diesen Test dient der erste Artikel als Vergleichskriterium. Wie sollte ich sonst unterscheiden können, ob der WDF*IDF Text besser ist, als jeder andere?

      Grundsätzlich stimme ich dir aber zu. Es wäre deutlich besser, wenn ich den bestehenden Artikel aufbohren würde und die nützlichen Informationen ergänze.

  3. Hi,
    danke für die Vorstellung dieses nützlichen Tools. Das werde ich mir einmal näher ansehen.
    Gruß
    Christian

  4. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den ganzen WDFIDF Tools?
    Es gibt kostenlose Tools wie http://www.wdfidf-tool.com, günstigere wie http://www.seolyze.com – welches Tool ist für welchen Kunden das geeignetste?

    • Hi Christian,

      ich denke der größte Unterschied liegt im Datenpool und wie die Daten verarbeitet werden.
      Welches Tool das bessere ist, kann ich dir leider auch nicht sagen. Wäre mal einen Test wert 😉

  5. Mir hat die WDF IDF Funktion von Onpage.org bei meiner Arbeit immer sehr bei der SEO Optimierung geholfen, ich konnte unsere Content Manager aus der Textredaktion schnell einarbeiten und heute können Sie ohne meine Hilfe gute SEO Texte schreiben:). Was bei dieser Formel jedoch immer wieder missverstanden wird, ist das unwissende immer davon ausgehen das möglichst alle Begriffe einen Ausschlag im Tool auslösen sollen, ich bin diesbezüglich immer noch für gut recherchierte Inhalte mit begleitender Optimierung und nicht andersherum.

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  8. Hallo Sabrina,

    könntest du vielleicht in 2 oder besser noch 4 Wochen, einen kleinen Artikel nachschieben, in dem du noch mal auf die Rankings eingehst? Mich würden die Langzeiteffekte auf das Ranking durch WDF*IDF interessieren.

    Viele Grüße

  9. Hallo Sabrina,

    wie hat sich die Geschichte inzwischen entwickelt?

    Gruß
    Anja

    • Hi Anja,

      super und das hätte ich nicht gedacht. Zwar hat der Artikel einen kleinen Einbruch im Winter gehabt (was das Ranking betrifft), aber mittlerweile steigt die Platzierung wieder. Saisonalle Relevanz scheint hier ebenfalls ein wichtiger Punkt zu sein.

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