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[AdWords] Der Klickpreis bestimmt den Anzeigenrang

Vor kurzem durfte ich mir die aktuellen SEA-Weisheiten anhören 😀 Es ging natürlich um Google AdWords und dieses spannende Thema wurde mir von Leuten erklärt, die anscheinend nicht ganz so viel Ahnung hatten. Gefährliches Halbwissen würde ich mal sagen, aber lustig war es trotzdem. Dennoch möchte ich mit einem hartnäckigen Gerücht in den Ring steigen. In den folgenden Zeilen findet ihr etwas Aufklärungsarbeit meinerseits. Schauen wir mal, ob ich es schaffe einige Gerüchte aus der Welt zu schaffen.

Wer am meisten bezahlt, steht ganz oben

Ich fang hier mit einem meiner Lieblingsgerüchte an. Einer Aussage, die mir all zu oft begegnen und bei der ich jedes mal mit dem Kopf schüttle.

Klar, im ersten Moment klingt es logisch. Denn die Person oder das Unternehmen, welches am meisten bereit ist zu zahlen, bekommt den besten Anzeigenplatz. Laut dieser Aussage müsste man also nur seinen Klickpreis, also den CPC in Google AdWords erhöhen und schauen, wann man ganz oben ist. Ist man auf Platz 2 einfach noch ein paar Cent mehr und dann rutscht man schon hoch.

Klingt logisch und wäre super einfach. Leider ist das nicht so, obwohl was heißt hier leider. Das es nicht so ist, ist für viele von uns eine super gute Sache. Nämlich für all diejenigen unter uns die sich richtig Mühe mit ihren Seiten geben und den Usern einen Mehrwert bieten. Warum?

Wie setzt sich der tatsächliche Klickpreis zusammen?

Sicherlich wisst ihr schon worauf ich hinaus will. In Google AdWords gibt es zum einen den Klickpreis. Dies ist der Preis, den ich für jedes Keyword hinterlegen muss. Der Wert gibt an, wie viele Euros ich bereit bin maximal zu zahlen, damit meine Anzeige geschaltet wird. Wer schon mal AdWords genutzt hat, oder immer noch nutzt, weiß dass dieser Preis nicht wirklich der ist, den man auch letztlich bezahlen muss.

Ein Beispiel:

Der max. Klickpreis liegt bei 0,60 Euro. Der Durchschnittliche Preis liegt aber bei 0,51Euro. Wie kann das nun sein?

Ganz einfach, es gibt einen riesen großen Einflussfaktor, den Qualitätsfaktor. Über den Qualitätsfaktor hatte ich früher schon mal berichtet und euch gezeigt, wie man diesen beeinflusst, damit die Kosten nicht so hoch werden. Wer sich den Beitrag nochmals durchlesen will, bitte hier entlang.

Der Qualitätsfaktor beinhaltet mehrere Kriterien. Zu diesen gehören die Zielseite und wie gut diese auf das Keyword abgestimmt ist, die Anzeigenrelevanz und noch viele weitere. Eine Auflistung, was sich genau hinter diesem Faktor verbirgt, findet ihr in der AdWords Hilfe. Je höher der Qualitätsfaktor ist, umso günstiger wird letztlich der Klickpreis. Hier ein kleines Beispiel dazu:

Bildschirmfoto 2013-11-08 um 08.50.00Und so berechnet sich der tats. CPC: Rang / Qualitätsfaktor + 0,01

tats. CPC = 5 / 10 +0,01 = 0,51 Euro

Wie man anhand der Berechnung sieht, ist der Qualitätsfaktor entscheidend, wenn es um die Kosten geht. Anhand des Beispiels sieht man sehr gut, dass nicht derjenige den obersten Platz bekommt (s. Position), der am meisten Geld ausgeben will, sondern der der den besseren QF hat.

So, nach dieser kleienn Erleuterung hoffe ich, dass ich die Aussage „Der der am meisten bei AdWords zahl, steht ganz oben“ nicht mehr hören muss 😉

Natürlich kann man mit dem Klickpreis die Position der Anzeige beeinflussen, allerdings ist dies nur ein kleines Stellschräubchen an dem wir drehen können. Wer AdWords kennt, weiß das es viel bessere Möglichkeiten gibt um seinen Anzeigenrang zu verbessern. Und nun bin ich gespannt auf eure Kommentare.

6 Kommentare:

  1. Pingback:[AdWords] Der Klickpreis bestimmt den Anzeigenrang | SEO UNITEDFEED GERMANY

  2. Man hört aber auch immer wieder, dass eine Optimierung des Qualitätsfaktors unnötig ist. Ich handhabe das so, dass ich versuche, immer mindestens einen QF von 7 zu erreichen, das passt dann schon.

    Genau deine Rechnung kenne ich aber auch. Die legt dabei aber eben zu Grunde, dass der QF quasi das A und O ist. Ist das wirklich so?

  3. Tolle und gute Zusammenfassung..! Hoffentlich lesen sie viele 🙂

  4. Ich muss sehr oft Leuten AdWords erklären, die geringe bis keine Vorkenntnisse haben. Ich bin seit August 2003 in Sachen AdWords unterwegs und weiß aus langjähriger Erfahrung, dass genau dieser Sachverhalt mit am schwersten zu vermitteln ist. Inzwischen gehe ich auch dazu über, die Vereinfachung „hohes Klickgebot, hohe Position“ zu verwenden. Zwar mit dem Zusatz, dass es sich eben um eine grobe Vereinfachung handelt und es in Wahrheit komplexer ist, aber Anfänger verstehen es so zunächst einmal besser. Dann kommt es auf die Reaktionen des Publikums und die zur Verfügung stehende Zeit an, ob ich noch weiter aushole. Diejenigen, die an der Stelle schon weißes Rauschen in den Augen haben, muss ich nicht noch weiter verunsichern und so vielleicht gänzlich von AdWords abhalten. Die wünschen sich dann eh eine intensive Betreuung damit sie „mit dem ganzen Kram nix zu tun haben müssen“. Die, die an der Stelle nachfragen, bekommen dann eine Erklärung ähnlich Deiner oben.

  5. Danke für die Aufklärung und auch denn Link zu Google zu der ausführlichen Beschreibung zum Qualitätsfaktor. Da spielt ja wirklich eine Menge ein, welche nicht vernachlässigt werden darf. Grüße.

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