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Der SEO-Browser im Test

Ich bin ja immer am Testen und heute habe ich  mal etwas ganz besonderes für euch. Den der heutige Test bezieht sich auf ein Tool, welches ich mitentwickelt habe 🙂

Der Name des Tools lautet SEO-Browser. Während die Kollegen aus Übersee das Wort „SEO“ aus ihren Namen rausnehmen (Beispiel: MOZ), haben wir es drin gelassen. Immerhin ist es ein kleines SEO-Tool und das darf man auch direkt erkennen 😉

Für wen ist der SEO-Browser gedacht?

Entgegen seines Namens ist der SEO-Browser nicht wirklich für SEOs gedacht. Natürlich können diese das Tool auch nutzen. Allerdings ist es vielmehr für alle gedacht, die sich mal eben schnell einen kleinen Überblick bzgl. ihrer oder einer anderen Website verschaffen wollen. Das kann z. B. eine x-beliebige Person aus dem Marketing sein, oder jemand der Geschäftsführer einer Werkstatt oder aber es wird von Leuten genutzt, die privat ihre eigene Website haben.

Sicherlich müssen all diese Personen schon einmal was von SEO gehört haben, sonst würden sie ja erst gar nicht nach so einem Tool suchen 😉

Was ist der SEO-Browser?

Zunächst einmal handelt es sich beim SEO-Browser um eine App, die es für iOS und demnächst auch für Android gibt.

Mithilfe der App kann man sich eine x-beliebige Website aufrufen und sich durch navigieren. Eben, wie in einem echten Browser. Dabei speichert die App den Verlauf, sodass man schnell von einer Seite zurück auf eine andere springen kann.

Für jede aufgerufene Seite (Homepage oder Unterseite) zeigt die App an, wie gut diese hinsichtlich der SEO-Basics optimiert ist. Hier mal ein kleines Beispiel von meiner Seite:

IMG_0020

Links seht ihr meine Seite und rechts am Rand die Auswertung.

Die Auswertung berücksichtig die Punkte:

  • Title-Tag
  • Meta-Keywords
  • Meta-Description
  • Inhalt
  • Überschriften (H-Tags)
  • interne Verlinkung
  • externe Verlinkung
  • URL
  • URL-Qualität
  • Ladegeschwindigkeit
  • Gesamtergebnis: OBOI

Title

Wenn das Feld grün hinterlegt ist, ist alles in Ordnung. Wie z. B. hier beim Title, der nur eine Länge von 47 Zeichen hat. Wäre die Zeichen-Anzahl über 55 würde das Feld orange oder rot werden und die Punktzahl geht runter. Grund dafür ist, dass Google ja nur eine begrenzte Zeichen-Anzahl in den SERPs darstellt.

Meta-Keywords

IMG_0021Die größte Diskussionsgrundlage liefern sicherlich die Meta-Keywords, die wir in das Tool aufgenommen haben. Ja, Google bewertet diese nicht und das schon seit Jahren. Allerdings braucht man die Keywords wenn man z. B. bei Google News angemeldet ist. Und vielleicht nutzt ja der ein oder andere das Feld um für sich selbst zu definieren, welches sein Hauptkeyword für die jeweilige Seite ist. Außerdem schadet es dem Ranking nicht, wenn welche drin stehen, deshalb haben wir sie mit reingenommen.

 

Meta-Desription

Das die Meta-Description zu den SEO-Basics gehört und gepflegt werden muss, ist uns sicherlich allen klar. Man kann sie zwar weglassen und Google die Arbeit überlassen, aber für die Klickrate ist es i. d. R. besser, wenn eine selbsterstellte Description vorliegt. Auch hier wird wieder die Länge berücksichtigt. Ist sie zu kurz oder zu lang, gibt es Abzüge. Denn auch Google meldet z. B. zu kurze Descriptions in den Webmaster Tools.

Inhalt

IMG_0023Content is King! Wir alle wissen, wie wichtig guter Content ist. Da wir nicht prüfen können, ob der Content wirklich gut ist, machen wir abhängig von der Länge. Wer sich  noch an die Studie von Searchmetrics erinnert – Ranking-Faktoren 2014, der weiß dass Google längere Texte oftmals bevorzugt. Bzw. das immer mehr Top 10 Ergebnisse einen langen Text vorweisen.

Wird eine Textmenge von 1.000 Wörtern oder mehr erreicht, erhält man volle Punktzahl. 1.000 Wörter sind sicherlich eine ganze Menge, wenn man jedoch ein Thema wirklich ausführlich behandeln will, sind diese schnell erreicht. Letztlich kommt es natürlich auf die jeweilige Seite drauf an.

Überschriften

IMG_0024Beim Punkt „Überschriften“ geht es um die H-Tag-Struktur und ob diese sauber ist. In Fall von seo-diares ist sie es nicht. Hier müsste ich also nochmals nachbessern, da ich zwei H1 auf einer Seite habe.

Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung ist ebenfalls ein wichtiger SEO-Faktor. Oftmals weiß man gar nicht wie viele Links man auf der eigenen Seite hat. Das Tool soll helfen diese aufzuzeigen. Gleichzeitig ist ein Limit von 100 gesetzt, da der Google Bot nur 100 Links innerhalb einer Seite erfassen kann. Ist die Anzahl höher, gibt es Punktabzug.

Externe Verlinkung

Wenn man die interne Verlinkung betrachtet, muss man auch die externe Verlinkung betrachten. Da man auf einer Seite nicht zu viele ausgehende Links haben sollte, wird auch dieser Wert berücksichtigt. Aktuell liegt der Wert der ausgehenden Links bei 10. Das sind 10% der internen Links, die man maximal haben sollte. Jetzt kann es natürlich sein, dass man einen langen Text hat und in diesem mehrere ausgehende Links sind. Sind alle davon wirklich für den User nützlich, dann ist das auch in Ordnung so. Das Tool soll lediglich ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel auf einer Seite los ist.

URL

Ausgehend davon, dass Google Schwierigkeiten mit URLs haben kann, die länger als 200 Zeichen sind, ist dieser Wert entstanden. Je kürzer eine URL ist, umso leichter wird sie zudem auch vom User erfasst. Dies kann sich entscheidend auf die Klickrate in den SERPs auswirken. Außerdem wird in den SERPs nur eine URL mit bis zu 76 Zeichen vollständig dargestellt. Längere URLs haben immer ein „…“ in der Mitte oder am Ende.

URL-Qualität

Mit der URL-Qualität ist die Ebenentiefe gemeint, also die Verzeichnistiefe. Je tiefer eine Seite einer Website verschachtelt ist, umso schwieriger ist es für Google und den User die Seite zu finden. Im Idealfall sollte man eine Zielseite mit nur 3 Klicks erreichen, also max. 3 Ebenen. Weniger Ebenen ist natürlich auch für Google von Vorteil, weil so eine Website insgesamt schneller erfasst werden kann.

Ladezeit

Wenn wir von SEO-Basics sprechen, dann darf die Ladezeit nicht fehlen. Für mich ist sie ein wichtiges Kriterium und sollte stets optimiert werden. Die Ladezeit, die mithilfe der App ermittelt wird, ist jedoch nicht mit dem Google Page Speed zu vergleichen.

Das Gesamtergebnis

Das Gesamtergebnis wird unter dem Namen „OBOI“ angezeigt. OBOI bedeutet: Onpage Basis Optimaziation Index.

Insgesamt kann eine Seite 100 Punkte erreichen. In meinem Fall waren es jedoch nur 73, weil ich weder die Meta-Keywords gepflegt habe (werde ich hier auch nicht), noch die Description. Außerdem liegt ja ein Fehler bei den Headlines vor und so wie es aussieht, sollte ich mir die externen Verlinkungen ansehen. Das die Ladegeschwindigkeit nicht so dolle ist, ist mir bekannt. Daher bin ich insgesamt ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Fazit zum Tool

Ich selbst finde das Tool total toll, um einfach mal über ein paar Seiten zu browsen und zu gucken, ob und wie diese Onpage optimiert sind. Vor allem Unterwegs, wenn man sich mal eben schnell eine Seite angucken will, ist es praktisch und um sich einfach und schnell einen Überblick zu verschaffen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass das Tool auf keinen Fall den Verstand ersetzen kann. Man muss den Kopf schon anlassen und nicht stumpf nach den Werten gehen. Denn wie oben schon geschrieben, kann es z. B. in Ordnung sein, wenn man zu viele externe Links hat. Es kann auch in Ordnung sein, wenn die Keywords nicht gepflegt werden – solange man das für sich selbst so definiert.

Wer das Tool, bzw. die App mit ein bisschen Verstand einsetzt, wird sicherlich viel Spaß damit haben. Und wer die App jetzt einfach mal selbst testen möchte, der kann sie sich hier runterladen.

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