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Keyworddomain vs. Branddomain

Das Domain nicht gleich Domain ist, wissen wir schon lange. Doch der Griff zur Keyworddomain liegt weiterhin nahe. Ich selbst hätte beinahe ebenfalls zugeschlagen und zwar bei der Nischenseiten Challenge. Warum ich es doch nicht getan habe, verrate ich euch 😉

Die Keyworddomain

Keyword-branddomainKurz zur Erläuterung: eine Keyworddomain wird auch exact-match-domain (kurz emd) genannt. Der Domainname besteht somit aus dem Keyword und sonst aus nix. Nehmen wir mal meine Taucherseite als Beispiel. Ein Keyword worunter ich gefunden werden will, ist „tauchen lernen“. Die Keyworddomain dazu würde dann z. B. tauchenlernen.de oder tauchenlernen.com oder tauchen-lernen.net de lauten.

Die Branddomain

Eine Branddomain beinhaltet i. d. R. kein Keyword, sondern einen Namen. Im Idealfall ist es der Brandname oder Markenname. Jeder von uns kennt Coca Cola. Dies ist eine Marke und ein Brand. Genauso wurde auch die Domain benannt. Gleiches gilt für dessen weitere Marke „Sprite“, die ihre Domain unter sprite.de führen.

Kriterien zur Domainwahl

Die richtige Domain ist entscheidend für dessen Entwicklung. Eine Keyworddomain behandelt man ganz anders als eine Branddomain. Alleine schon aus dem Grund, weil eine Keyworddomain einen speziellen und meist engen Fokus, bzw. eine enge Thematik hat. Unter einer Branddomain könnte man einiges mehr unterbringen, immerhin macht jeder seinen Brand selbst. Aber schauen wir uns erstmal an, welche Kriterien für eine Domain wichtig sind:

  • einfach und leicht zu merken
  • TLD
  • kurze URL
  • selbstbeschreibend

Einfach und leicht zu merken

Ist die Domain ein Zungenbrecher wird man sie sich  nur schwer merken können. Eine einfache und verständliche Domain hingegen bleibt im Gedächtnis und wird schneller wieder gefunden.

TLD

TLD steht für Top-Level-Domain, womit die Domainendungen .de, .com, etc. gemeint sind. Hier in Deutschland wird die .de bevorzugt, aber auch die .com ist stark vertreten. Weniger stark sind Domainendungen wie .org, .net und .info. Aber auch sie kann man für seine Domain nehmen. Vor allem der .net konnte ich schon positive Erfahrungen bei Nischenseiten sammeln. Die .info funktioniert meiner Erfahrung nach  nicht ganz so gut, aber das ist eine persönliche Einschätzung und muss mit euren nicht übereinstimmen.

Kurze URL

Je kürzer die URL umso besser. Gerade bei Keyworddomains spart man sich eine Ebene in der Hierarche. Außerdem sind kurze URLs leichter zu merken und für viele neue Besucher vertrauensfördert. Wer will auch schon auf eine Seite klicken, die ich-weiss-ja-auch-nicht-weiter.de. So was wollte ich auch gar nicht in Google oder in der URL-Eingabe eintippen, dazu bin ich und wahrscheinlich auch viele andere viel zu bequem.

Selbstbeschreibend

Für eine Domain ist es natürlich von Vorteil, wenn man auf den ersten Blick weiß, was sich dahinter verbirgt. Bleiben wir beim Beispiel „tauchen-lernen.de“. Wenn ich nach tauchen suche und eine solche Domain in den SERPs vorfinde, ist dies durchaus positiv für mich. Ich weiß, dass sich dahinter keine Seite über Pferde oder Blumen befindet und ich weiß auch, dass ich dort was über das „Tauchen lernen“ erfahren werde.

Jetzt kann es natürlich sein, dass der Inhaber der Domain etwas völlig anderes auf der Website präsentiert. Dann wäre der Domainname total falsch. Denn wenn ich tatsächlich unter „tauchen-lernen.de“ nur Pferdethemen finden würde, passt was nicht. Von daher, sollte man im Vorfeld überlegen, wie selbsterklärend der Domainname ist und ob ich dazu passende Inhalte erstellen kann. Wenn ich das nicht kann, dann sollte ich mich nach einer anderen Domain umsehen. Das wäre für alle am einfachsten 😉

Keyword vs. Brand

Vor ein paar Jahren war es noch so, dass Keyworddomains einen höheren Trust bei Google hatten. Seit 2012 fällt dieser Trust aber nicht mehr ganz so hoch aus. Google hat den Algorithmus dahingehend angepasst, dass nur noch EMDs mit gutem Content bestand haben. Alle anderen EMDs wurden heruntergestuft.

Außerdem hat meiner Meinung nach eine Keyworddomain das Problem, dass sie schneller vom Pinguin abgestraft werden kann. Normalerweise werden viele Links mit dem Domainnamen erstellt, dass ist grundsätzlich auch vollkommen in Ordnung. Bei einer Keyworddomain ist das Keyword aber immer mit drin und wir wissen, dass der Pinguin hier irgendwann zuschlagen kann, wenn es zu viel wird.

Ein richtiger Brand kann hier nicht aufgebaut werden, eben weil sich alles um ein Wort oder eine Wortkombination dreht. Bis dato ist mir aber noch kein Fall bekannt, wo jemand mit und wegen seiner Keyworddomain vom Pinguin abgestraft wurde. Vorstellen könnte ich es mir aber, denn Google geht immer kritischer mit den Webseiten und dessen Links um.

Allerdings ist man auch mit einer Branddomain nicht automatisch vor dem Pinguin sicher. Auch hier gilt es ein gutes Backlinkprofil aufzubauen und die Spielregeln von Google einzuhalten.

Was beide Varianten gemeinsam haben, ist definitiv der Contentaufbau. In beiden Fällen muss er gut, nein sogar hervorragend sein. Er muss auf die Zielgruppe zugeschnitten sein und am besten all ihre Fragen und Probleme beantworten. Aber ihr wisst ja genau, wie wichtig guter Content ist, deshalb werde ich diesen Punkt nicht weiter ausführen. Eins noch schnell, wer Inhalte für einen Brand erstellt, sollte diesen natürlich auch mit unterbringen und gezielt einsetzen.

Schnell vs. kontinuierlich

Ich finde bei der Frage Keyword- vs. Branddomain geht es auch ein bisschen darum, ob man eine Website bei Google schnell nach oben bekommen will oder ob diese lange dort platziert sein soll. Mit einer Keyworddomain hat man es da sicherlich einfacher. Meine Domain mietvertragkostenlos.com hat keine Inhalte (bis auf Schwachsinn) und dennoch war sie eine ganze Zeit lang in den Top 10. Das spricht für die Schnelligkeit einer solchen Domain und das Google sie immer noch favorisiert, bzw. ihnen einen Trustbonus gibt.

Da der Inhalt aber Sch*** war, wurde die Domain unter dem Keyword immer weiter runtergestuft in den SERPs. Zurecht, denn es gab keinen Mehrwert und eigentlich auch sonst nix. Mir zeigt das, dass eine Keyworddomain zwar schnell nach oben geht, aber eben so schnell wieder abrauschen kann, wenn man sich nicht anständig um sie kümmert.

Eine Branddomain mal eben schnell zu einem Keyword in die Top 10 zu platzieren, ist hingegen um einiges schwieriger. Der Aufwand ist hier viel höher und genau das ist der Grund, warum man sich von Anfang an mehr Mühe geben sollte. Diese Mühe zahlt sich aber später aus. Auch der Aufbau des Brands selbst kostet einiges an Kraft und Zeit, hat man es aber erst einmal geschafft, so bekommt man für lange Zeit einen Bonus und behält seine Rankings eher.

Natürlich kommt auch eine Branddomain nicht ohne Pflege aus. D. h. egal für was man sich letztlich entscheidet, Arbeit hat man mit beiden.

Fazit: Jeder muss für sich entscheiden

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Energie er in eine Domain stecken will. Ich selbst habe Keyworddomains und bin damit total glücklich. Ich weiß aber auch, dass diese vermutlich nicht ewig so gut laufen werden, wie jetzt.

Deshalb bin ich froh, dass ich zum Ausgleich auch Branddomains habe. Sie sind zwar zeitintensiver und manchmal auch ein bisschen frustrierend, aber der Aufwand lohnt sich. Hat man erst einmal einen Brand geschaffen, hat man ein sicheres Standbein. Aus diesem Grund habe ich mich auch bei der Nischenseiten Challenge für eine Branddomain und gegen eine Keyworddomain entschieden. Ich will einen Brand aufbauen, auf den die Besucher lange Zeit aufbauen können. Gleichzeitig will ich das Risiko vom Pinguin abgestraft zu werden, minimieren.

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3 Kommentare:

  1. Hallo Sabrina,

    sehr schön dargestellt und vor allem für diejenigen wichtig, die vor dem Start eines neuen Projekts stehen.

    Meine Erfahrung: Bereits etablierte Webseiten sollten eher Markenaufbau betreiben und haben gute Chancen, wenn sie auf eine Brand-URL wechseln. Wer eine neue Webseite aufsetzt, kann kurzfristig von Keywords in der URL profitieren.

    Ideal ist es natürlich, wenn beides zusammenfällt – sprich: wenn die Marke auch Keywords enthält wie zum Beispiel seo-united.de

    Grüße,
    Christian

  2. Pingback:Top 10 der Woche 13/14 - SEO-united.de Blog

  3. Pingback:Keyworddomain vs. Branddomain | SEO und Convers...

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