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Linkerati – geht’s noch ohne?

Die Zeiten in denen man einfach und schnell viele und gute Links aufbauen konnte, sind schon lange vorbei. Pinguin und Co. machen uns zunehmend das Leben schwer und sicherlich hat Google nach einiges in Peto. Zudem sagen viele, dass das klassische Linkbuilding der Vergangenheit angehört. Ein Wandel von Linkbuilding hin zu Contentmanagement scheint der Trend zu sein.

Content alleine reicht nicht

‚Content ist King‘, dieser Spruch stimmt, doch der Content alleine reicht noch lange nicht aus. Er kann neugierig machen und Leute animieren gewisse Dinge zu tun. Er kann Wissen vermitteln und helfen, doch bevor es soweit ist, muss der Content erstmal gefunden werden. Wird er das nicht, dann ist er wertlos.

Es liegt also an uns, den Content ist richtige Licht zu rücken und für den gewünschten Erfolg zu sorgen.

Den Content zum Star machen

Einen richtig geilen Content zu haben ist eine Sache. Ihn zum Star zu machen eine andere. Damit ein Content populär ist, nutzen viele von uns die klassischen Methoden. Social Media hat hier einen festen Platz eingenommen. Wird ein Artikel veröffentlicht, wird er getwittert, ein Hinweis bei Facebook und Google+ hinterlassen und vielleicht noch ein Bild bei pinterest verlinkt.

Sicherlich kann man so die ersten Leute dazu animieren, einen Content zu lesen. Doch aus Erfahrung heraus weiß ich, dass die Anzahl oftmals nicht reicht. Zum Beispiel weiß ich, dass ein Artikel im Blog 200 Besucher und mehr haben kann und trotzdem nur 1-2 Kommentare dadurch zustande kommt. Ein Link ist noch schwerer zu bekommen.

Jetzt kann man natürlich das Spiel weiterführen, indem man den Content in Presseportalen und Co. anpreist. Auch dies steigert die Aufmerksamkeit. Die Frage, ob das reicht, bleibt weiterhin offen. Ein Video zum Content kann ebenfalls für die Präsenz sorgen, wenn es gut gemacht ist. All diese Dinge können helfen, sind aber keine 100% Garantie.

Der Linkerati

Um die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges zu erhöhen, kann man die Hilfe eines Linkerati in Anspruch nehmen. Wer jetzt denkt, dass sich hinter Linkerati eine Dienstleistung versteckt, der irrt.

Linkerati sind ganz besondere Personen. Sie sorgen dafür, dass man einen oder mehrere Links bekommt. Man kann sich diese Person als besonders wichtig vorstellen. Es könnte eine bekannte Person aus der Branche sein, oder ein Journalist, der großen Einfluss hat. Nun stellt euch vor was passiert, wenn eine solche Person euren Content promotet. Die Anzahl an Besuchern wird in die Höhe gehen und die Wahrscheinlichkeit, dass Links daraus hervorgehen, steigt immens.

Der Linkerati spricht über mich

Manchmal kann es reichen, wenn ein Linkerati über einen spricht, zum Beispiel Social Media Kanälen. Dies kann schon für die benötigte Aufmerksamkeit sorgen. Ebenso wirkungsvoll, wenn nicht sogar noch besser kann ein Artikel des Linkerati über den eigenen Content sein. Dieser muss natürlich einen Link zum Hauptcontent haben.

Der Linkerati wird aufgrund seiner Bekanntheit und Autorität viele Links anziehen. Dies kommt natürlich dem eigenen Content wieder zugute. Die Power des Artikels (und des Links vom Linkerati) wird dadurch noch verstärkt.

Verbindungen aufbauen

Einen Linkerati ausfindig machen, ist gar nicht so einfach. Man muss sich die Branche ansehen und Kontakte knüpfen. Wenn du deine Branche kennst, dann weißt du eigentlich schon, wer hier die wichtigsten Personen sind. Wenn man es schafft mit diesen Leuten in Kontakt kommt, steigt die Wahrscheinlichkeit von ihnen auch verlinkt oder erwähnt zu werden.

Networking ist hier alles 😉 Ebenfalls hilfreich können auch Kontakte mit Journalisten sein. Diese haben oftmals großen Einfluss, weil sie eine hohe Reichweite haben.

Nachdem man den Kontakt hergestellt hat und eine freundschaftliche oder geschäftliche Beziehung aufgebaut hat, kann man irgendwann seinen Content vorstellen. Aber Achtung, zum einen eignet sich nicht jeder Content und zum anderen darf man die Linkerati auch nicht belästigen. Keiner will ständig um einen Gefallen gebeten werden und dann durch einen langweiligen Text vorfinden.

Zudem sollte man sich immer bewusst sein, dass man ebenfalls eine Verpflichtung eingeht. Tut mir jemand einen Gefallen, dann muss ich ihm irgendwann einen Gegengefallen tun. Bin ich dazu nicht bereit, dann sollte ich die anderen auch nicht belästigen. Es ist ein geben und nehmen!

Fazit: nicht leicht, aber wirkungsvoll

Es ist nicht einfach einen Linkerati auszumachen. Doch wenn man einen erstklassigen Content hat und diesen nach vorne bringen will, dann ist diese Methode sehr wirkungsvoll.  Allerdings sollte man sich der Verantwortung immer bewusst sein. Solche Beziehungen zu pflegen, ist nicht einfach und man muss immer bereit sein, dem anderen auch einen Gefallen zu tun.

PS: wer noch mehr über Linkerati & Co. hören möchte, der sollte sich die 82 Folge von Radio4SEO anhören 😉

Update: geht’s noch ohne Linkerati

Aus Eisys Kommentar auf suchmaschinenoptimierung.to seh ich grad, dass ich euch noch eine Antwort schuldig bin. Geht es noch ohne, oder geht es eben nicht mehr ohne Linkerati?

Ganz ehrlich, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt Nischenseiten und gewisse Themen, bei denen reichen wenige Links aus, um die Seite nach vorne zu bringen. Ohne Linkerati und mit eher schwachen Links kann man heutzutage immer noch erfolgreich sein.

Man muss auch bedenken, dass sich nicht bei jeder Seite oder zu jedem Thema dieser Aufwand lohnt. Dennoch wird grad beim Contentmarketing der Ruf nach einem Linkerati laut. Mit Contentmarketing beschäftigen sich meiner Meinung nach vor allem große Portale mit viel Konkurrenz. Diese brauchen hochwertigen Content und würden mit ein paar lausigen Links aus Katalogen und Kommentaren nicht weit kommen. Schon jetzt sind für solche Fälle Linkerati Gold wert.

Zukünftig werden wir es wohl ohne sie nicht mehr weit bringen. Das Linkbuilding wird immer schwieriger und stellt neue Herausforderungen für uns bereit. Doch wenn man ein Netz von Freunden, Bekannten und Linkerati hat, dann können wir den Kampf für uns entscheiden. Und gleichzeitig guten – nein erstklassigen – Content nach oben bringen 🙂

Oder wie siehst du das? Braucht man Linkerati?

7 Comments:

  1. Hallo Sabrina,

    an sich ist dies ja ein alter Ansatz aus dem Marketing um die Diffusion von Produkten auf dem Market zu beschleunigen, werden die Lead-User oder Opinion-Leader gezielt angesprochen, da diese als Multiplikator dienen. Auch im Onlinemarketing,sollte man sich des öfteren mal das Schulmarketing zu Gemüte führen, denn hieraus lassen die immer wieder Klasse Strategien ableiten 🙂

    Grüße aus Köln

    • Neu ist die Theorie sicher nicht, doch wie du schon sagst, sollten wir uns öfters die Grundlagen vor Augen halten.

      Denn oftmals sind es die offensichtlichsten Dinge an die wir nicht denken 😉

  2. Pingback: Linkbuilding ist tot – es lebe das Contentmarketing » bohncore

  3. Linkerati ist ja gut und schön, aber für einen Mischblog, wie ich einen habe, wahrscheinlich unmöglich zu finden.
    Andererseits ist es schon wieder fast peinlich, wie manche mit ihren Blogs hausieren gehen.
    Ich befürchte, dass sich hier eine Blase aufbaut, die irgendwann mal platzen wird. Bis es soweit ist, setze ich auf guten Content.
    Sabienes

    • Guter Content ist ja nie verkehrt 🙂 Aber ich glaube, dass es auch für Mischblogs Personen gibt, die diese positiv beeinflussen können. Die Herausforderung liegt natürlich darin, sie zu finden.

      An für sich würde es aber schon reichen, wenn man einen Linkerati zu einem bestimmten Thema hat. Wenn man dann dazu Content veröffentlicht und ihn möglichst weit gestreut haben möchte und zudem noch ein paar Links, dann kann sich dieser schon bezahlt machen 😀

  4. Pingback: Newsjacking …SEO-Hype oder Wundermittel? | BeamMachine.net

  5. Die Webseite http://www.suchmaschinenoptimierung.to/der-linkerati-wer-der-linkerati scheint nicht mehr da zu sein. Zumindest führt dein Link ins Leere.

    Warum setzt du Linkerati mit Personen gleich? Für mich sind dies zunächst Webseiten (http://www.inhalt-ug.de/was-sind-linkerati/#Wie_sind_Linkerati_definiert)

    Hier konkreter Seiten:
    A) von denen ich einen Link haben will
    B) von denen ich einen Link bekommen kann
    C) denen mein Link etwas nützt

    Kann es sein, dass du Linkerati als synonym für Gatekeeper verwendest?

    Am Beispiel von Sabienes passt eventuell meine Klassifizierung etwas besser. In diesem Fall kommt es dann auf die Art des Artikels an und schon existieren hier Linkerati 😉 Manchmal kann es so einfach sein!

    P.S.: Außerdem steht in den Zeilen ja nichts davon, dass guter Inhalt nicht dennoch wertvoll sein soll/wird!

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