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Linkgeiz – jetzt wird es noch schlimmer!

Google hat sich ein neues Patent geholt durch das sich die Linkbewertung verändern wird. Der Name des Patents lautet: „producing a ranking for pages using distances in a web-link graph“. Hierbei geht es darum, dass Links nach Distanz bewertet werden. Was das genau bedeutet und wie sich dadurch das Linkbuilding meiner Meinung nach verändern könnte, erfahrt ihr nun.

Was steckt hinter dem Patent?

Auf www.online-consulting.net kam am Dezember ein Artikel raus, der das neue Patent beschreibt. Neben den Auswirkungen und zukünftigen Bewertungskriterien geht der Autor Robert Ossiander auch darauf ein, wie zukünftig Links aufgebaut werden können. Aber fangen wir vorne an.

Das neue Patent von Google bewertet Websites indem geprüft wird, wie weit die jeweiligen Seiten von den sog. „Seed Pages“ entfernt liegen. Mit Seed Pages sind wohl Trust Seiten gemeint. Dabei bekommt jeder Link einen „Längenwert“ zugewiesen. Die Seite mit dem kürzesten Weg erhält dann den „Bonus“. Das komplizierte an dieser Thematik ist, dass mit „kürzestem Weg“ nicht zwingend wirklich der kürzeste Weg gemeint ist. Da jedem Link ein Wert zugewiesen wird, entscheidet die Summe aller. Wer also insgesamt den niedrigsten Wert hat, gewinnt. So habe ich es zumindest verstanden.

Wer das System noch etwas genauer verstehen will, der sollte sich den Beitrag von Robert nicht entgehen lassen 😉

Was Linkbuilder jetzt beachten sollten

Natürlich hat uns Robert auch einige Learnings an die Hand gegeben, wie wir zukünftig Links aufbauen sollten. Hier die Qickfacts:

1. Alle Seiten brauchen Backlinks

2. Backlinks sollten  von vertrauenswürdigen Seiten kommen

3. Sie sollten themenrelevant sein

4.  Weniger ausgehende Links

5. Prominente Verlinkung ist besser

Diese fünf Punkte sind den meisten wohl bekannt. Ohne Backlinks bekommt man bei Google nur schwer ein gutes Ranking. Einzige Ausnahme sind hier wohl die Nischenseiten 😉 Die schaffen es auch ohne erstklassige Backlinks, dafür aber mit hervorragendem Content.

Wenn Linkbuilding betrieben wird, dann nur bei entsprechenden Seiten. Das ist nichts Neues, auch nicht, dass die Links themenrelevant sein sollten. Natürlich ziehe ich den Wikipedia Link einem Bloglink vor, aber Themenrelevanz schlägt meiner Meinung nach den Trust der Seite. Wenn ich also einen Link aus einem Blog bekommen könnte, der zu meinem Thema passt, dann nehme ich lieber ihn, anstelle eines Backlinks, der von Bild.de kommt, aber nichts mit meinem Thema zu tun hat.

Auch dem fünften Punkt stimme ich zu. Je besser die Position des Backlinks ist, umso besser wird er auch gewertet. Wenn er z. B. relativ weit oben im sichtbaren Bereich für den User ist, dann wird dieser auch mit höherer Wahrscheinlichkeit darauf klicken. Wodurch meine Seite letztlich mehr Besucher bekommt.

Weniger ausgehende Links – der Tot fürs Linkbuilding?

Bildschirmfoto 2016-01-08 um 14.15.14Kommen wir zum vierten Punkt und genau hier sehe ich ein Problem. In die Berechnung des neuen Google Patents fließen (wenn ich das richtig verstanden habe) auch die Links mit ein, die ich auf meiner Seite habe. Je mehr ich habe, umso schlechter wird mein Wert und das will ich ja nicht. Um einen guten Wert zu bekommen, muss ich also Links abbauen.

Ich sehe es schon kommen, demnächst werden einige wieder umher gehen und überall die Links von den Websites nehmen. Gleichzeitig wird es noch schwieriger werden, Neue aufzubauen. Denn wer will einem schon einen Backlink geben, wenn er dadurch sein eigenes Ranking verschlechtert.

Aber wenn keiner mehr dem anderen einen Link gibt, wie soll man dann welche aufbauen?

Ein Teufelskreis der hier entsteht. Zum Glück wird es im realen Leben nicht so gravierend sein. Denn bis auf uns SEOs wird so gut wie keiner von den Linkbewertungskriterien wissen und das ist auch gut so. Sonst hätten wir wirklich ein großes Problem.

Fazit: lasst nicht zu, dass der Linkgeiz überhand nimmt

Ich finde es schlimm, wenn auf thematisch passende Seiten nicht verlinkt wird, nur einen ausgehenden Link zu vermeiden. Denn seien wir mal ehrlich, was ist wichtiger: die Kriterien einzuhalten, um ein paar Prozentpunkte zu sparen oder seinen User glücklich zu machen.

Denn letztlich sollte es nur um den User gehen. Wenn ich dem eine super Seite empfehlen kann, auf der noch mehr Informationen findet, dann tue ich das auch. Schließlich habe ich ja nichts davon, wenn der User unzufrieden von meiner Seite weg geht und schlimmsten Falls nicht wieder kommt. Dann helf ich doch lieber mit anderweitigen Infos (in Form eines Backlinks) und erhalte einen zufriedenen Besucher, der demnächst wieder kommt.

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