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Meine Erfahrungen mit OnPage.org

onpage_classic_200x200Vor einiger Zeit hatte ich das große Glück OnPage.org einmal persönlich testen zu dürfen. OnPage.org ist für viele ja sicherlich ein Begriff. Wenn man an Onpage-Optimierung denkt, dann fallen einem zwei Tools direkt ein. Einmal OnPage.org und dann Onpage Doc.

Was das Tool drauf hat, möchte ich euch in diesem Testbericht zeigen 🙂

Was versteckt sich hinter OnPage.org?

Wie der Name schon sagt, geht es um ein Tool mit dem man sein Onpage-Potenzial analysieren kann. Also, ob die Technik der Website sauber ist, ob der Inhalt in Ordnung ist und noch so einiges mehr. Es wird alles überprüft, was sich auf der Website befindet.

Nach dem Einloggen sieht man gleich, wie mächtig dieses Tool ist:

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Allein die Navigation hat neun Punkte, hinter denen sich viele weitere Informationen verstecken. Der erste Blick allerdings geht auf die Projekt Optimierung rechts im Screen. OnPage.org teilt alles in Level auf, wodurch alles schön sauber strukturiert ist.

Level 1 zeigt die einfachen Optimierungsfaktoren wie die Überschriften, den Title, Descriptions & Co. All dies kann man relativ schnell anpassen und die Auswirkung bei Google ist nicht zu unterschätzen 😉

Beim weiteren Scrollen tauchen neben Level 1 auch  noch Level 2, 3 und 4 auf. Je höher das Level umso schwieriger sind die Anpassungen. In Level 4 (Experten Optimierungsfaktoren) gibt es z. B. den Punkt „Klick-Pfad Länge“. Dieser ist sehr technisch und wer sich da nicht mit auskennt oder kein CMS hat, wo man das mal eben schnell anpassen kann, für den kann die Anpassung echt schwierig werden.

Um euch mal einen kleinen Überblick zu geben, hier die Daten meiner Website. Für den Test habe ich die Domain garten-freizeit.net genommen. Ein kleines Projekt, wo ich hin und wieder was schreibe. Die Seite ist eigentlich nicht sonderlich optimiert. Lediglich die Basics habe ich versucht weitestgehend zu beachten.

  • Level 1: 82/100
  • Level 2: 82/100
  • Level 3: 91/100
  • Level 4: 75/100

Leider bietet OnPage.org am Ende keine Gesamtzahl. Ich hätte schon gerne automatisch gewusst, dass die komplette Website einen Optimierungsgrad von ca. 83 von 100 Punkten hat.

Optimierungspotenzial im Überblick – Level 1

In Level 1 sehe ich, dass meine Domain z. B. Probleme bei den Überschriften hat. Im ersten Moment hätte ich vermutet, dass damit die H-Tag-Struktur gemeint ist. Ein Klick auf den Punkt zeigt aber, dass dem nicht so ist. Viel mehr geht es darum, dass man eine H1 nur einmal verwenden sollte. Auf meiner Seite tauchen aber identische H1-Beschreibungen öfters auf:

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Mir war z. B. gar nicht bewusst, dass ich so oft das Wort „Gartenratgeber“ als H1 definiert habe. Ein kurzer Blick auf die Seite zeigt aber, dass hier die Navigation mit H-Tags versehen wurde. Sowas ist eigentlich eine Todsünde, wenn ich das mal so sagen darf. Frrüher hat man sowas vielleicht mal gemacht. Heutzutage gehört sich so etwas jedoch  nicht mehr. Das ist definitiv ein Punkt, den ich bearbeiten muss. Einziges Problem: es ist technischer Natur. Für die Optimierung muss ich das Template anpassen und sowas habe ich persönlich noch nie gemacht.

Auch beim Title habe ich noch Optimierungspotenzial, wie man hier sehr gut sehen kann:

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Am Ende des Titles kommt immer noch der Websitename. Dieser Zusatz sorgt aber dafür, dass die max. Zeichenlänge überschritten wird. Jetzt könnte ich natürlich sagen, dass der Websitename am Ende nicht auftauchen soll. Ich finde es aber schöner, wenn er dabei steht. Aber das ist sicherlich eine Grundsatzfrage 😉 Auf jeden Fall besteht hier Optimierungspotenzial und genau darauf kommt es ja an.

Neben zu langen Titles habe ich auch einige Seiten mit zu langen Meta Descriptions. Zusätzlich zeigt mir das Tool an, wo ich noch keine Description hinterlegt habe. Ich persönlich sage immer: „Besser keine Description als irgendeinen Blödsinn.“ Dennoch ist die Description die Chance seine Klickrate zu optimieren, daher sollte man sich diese Chance nicht ohne weiteres entgehen lassen.

Level 2 – mittelschwere Optimierungsfaktoren

In Level 2 schneidet meine Seite eigentlich recht gut ab. Lediglich ein paar kleinere Duplikate beim Title oder in der Descriptions sowie ein paar Java-Script-Dateien, die mich Punkte kosten. Aber das ist alles noch zu verkraften. Was mich wirklich verwundert ist, der Punkt „XML-Sitemap“. Diese habe ich nicht hinterlegt, welches das Tool sofort kritisiert. Grundsätzlich ist das auch richtig, doch dass das ein so großes Loch zieht, hätte ich nicht gedacht.

Level 3 – Fortgeschrittene Optimierungsfaktoren

Auch im 3 Level schneidet die Website sehr gut ab. Lediglich ein paar Alt-Texte und die Ladezeit (Time to First Byte) sind minimal anpassbar. Wirklicher Kritikpunkt ist hier die URL-Länge, die deutlich verbessert werden könnte.

Bildschirmfoto 2015-05-28 um 16.54.35Auf der Website habe ich auf ein paar Amazonprodukte verwiesen. Dummerweise hab ich nicht bei jedem Produkt auch Anpassungen vorgenommen, sodass die URLs sehr lang wurden. Zum Glück ist diese Anpassung super einfach in meinem CMS. Ähnlich wie bei Title und Description handelt es sich hierbei um reine Fleißarbeit.

Level 4 – Experten Optimierungsfaktoren

Und schon sind wir beim 4. und letzten Level angekommen. Hier gibt es das größte Optimierungspotenzial und zwar im Form von

  • mehrfachverwendeten Links,
  • verwaisten Seiten und
  • Canonical.

Ich muss dazu sagen, dass die Website schon eingie jahre existiert und ich irgendwann mal angefangen habe, sie ein bisschen auf Fordermann zu bringen. So, wie es die Zeit gerade erlaubte, kamen neue Seiten hinzu oder es gab andere Anpassungen (z. B. bei der Struktur). Da wundert es mich kaum, dass das Tool verwaiste Seiten gefunden hat.

Mehrfachverwendete Links, wie diese entstehen ist eigentlich ganz einfach. Ich zeig euch mal ein Beispiel:

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Von dem Gartenkalender März gehen 3 Links zurück auf die Seite „Aktuelles“. Dies kommt u. a. durch die Hauptnavigation zustande, dann nochmals durch die Verlinkung des Logos und zu guter Letzt durch die Breadcrumb. Wenn man sich die Seite ganz normal ansieht, würde einem das nicht mal auffallen. Gut, dass das Tool diese „Betriebsblindheit“ aufhebt 😉

Die verwaisten Seiten kommen überwiegend durch Amazon-Bilder zustande. Wir haben hier mit der Amazon-Api gespielt, die sich u. a. auch die Bilder zieht. Anscheinend gibt es aber ein Problem mit den dazugehörigen URLs:

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Da dies wirklich sehr technisch ist, muss ich mal gucken, wie schnell ich diesen Punkt anpassen kann. Da es sich aber hauptsächlich um Images handelt, bin ich weiterhin entspannt.

Der Canonical-Tag ist der letzte große Punkt auf der Liste. Da dieser überhaupt nicht auf der Website zu finden ist, gibt es hier natürlich auch keine Pluspunkte. Wenn ich wollte, könnte ich jetzt sagen, dass es egal ist. Solange ich auf meiner Website kein DC (doppelten Content) habe, brauche ich den Canonical nicht. Natürlich könnte man trotzdem überlegen, den Tag zu integrieren und auf sich selbst zu verweisen.

Bildschirmfoto 2015-05-28 um 17.15.29

Hätte ich den Canonical im Einsatz könnte ich mir sogar ansehen, wie viele „relative Canonicals“, „ungültige“ oder sogar „Widerprüchliche“ auf meiner Website vorhanden sind. Gerade der Canonical ist meiner Meinung nach mit Vorsicht einzusetzen. Wenn man ihn nutzt, muss man auch wissen, was man tut. Die zusätzlichen Funktionen im Tool sind somit eine nützliche Ergänzung. So werden Fehler schnell und einfach aufgespürt.

Erstes Fazit

An dieser Stelle möchte ich ein erstes Fazit zu OnPage.org geben. Ich persönlich find das Handling super einfach. Es macht Spaß sich durch die einzelnen Punkte zu navigieren und zu schauen, welche Potenziale alles entdeckt wurden.

Da das Tool jedoch sehr umfangreich ist, wird es noch einen zweiten Teil meines Erfahrungsberichts geben. Dieser wird dann noch tiefer in die Möglichkeiten des Tools einsteigen und zeigen, welche Auswirkungen die Optimierungen tatsächlich haben.

9 Comments:

  1. Schlimme Lobhudelei ohne jegliche ernsthafte Kritikpunkte. Denn leider ist das Tool lange nicht so gut wie es sein will und so manch einer macht.

    • Also bis jetzt finde ich es einfach gut. Hab noch nichts schlechtes finden können. Bin ja noch am testen und wenn es Kritik gibt dann wird sie auch genannt.

  2. Pingback: Top 10 der Woche 23/15 - SEO-united.de Blog

  3. Hallo, vielen Dank für den Beitrag. Als ein Newbie habe ich mich bisher nur auf Title, Description und h1,h2 Tag konzentriert. Die Punkte wie Ladezeit und mehrfachverwendete Links sind mir noch fremd. Hoffentlich mit neuen Kenntnisse kann ich die Position meiner Seite verbessern.
    Gruß
    C.B

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  6. ich werde mir das tool mal ernsthaft unter die Lupe nehmen.

  7. Hi Sabrina, netter Testbericht und wirklich ein tolles Tool von den Jungs aus München.
    Uns schreibt man aber OnpageDoc – nicht Onpage Doc. So wirklich ein Arzt sind wir ja nicht 🙂

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