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Nofollow vs. dofollow – was ist besser?

Schon seit längerem Plane ich einen Artikel zum Thema „Nofollow-Links“ zu schreiben und jetzt habe ich dank dem Webmasterfriday auch das letzte Fünkchen Anregung dafür bekommen. Das Thema Linkbuilding ist ja in so mancher Hinsicht verzwickt, weil es so vieles zu beachten gibt. Woher soll ein Link kommen, welchen PR hat die Seite (ja, das ist für viele immer noch wichtig), was für ein Link ist das? Ein Textlink, eine Link in einer Aufzählung, ein Link im Footer, usw. Und irgendwann kommt man zur Frage: ist der Link eigentlich follow, oder nofollow?

Was bedeutet nofollow?

Vereinfacht gesagt sind nofollow Links, Links die einen Zusatz haben. Nämlich das nofollow Attribut. Der Link sieht das ungefähr so aus:
Dies ist natürlich nur ein Ausschnitt, der eigentlich Link ist natürlich viel länger, worauf es aber ankommt ist das rel=“nofollow“. Aufgrund dieses Zusatzes im Link, wird der Suchmaschine gesagt, dass der Link nicht so wertvoll ist und sich der Crawler eigentlich nicht die Mühe machen muss ihm zu folgen. Zum Glück folgt der Crawler dem Link, somit wird auch so ein Link mitbedacht und wirkt sich letztlich – genauso wie alle anderen Links – auf die Beurteilung einer Seite aus.

Wo wird das Attribute genutzt?

Das Nofollow-Attribute steht ja jedem der es kennt zur Verfügung. Man kann jeden Link seiner Seite mit ihm versehen und somit dafür sorgen, dass die ausgehenden Links eine minimale Relevanz haben. Doch warum sollte man das tun? Ein normaler Webmaster, der aus Spaß an seinem Blog oder seiner Seite Texte veröffentlicht, wird sich wohl kaum mit diesem Attribut auseinander gesetzt haben. Also wird er es auch nicht nutzen und selbst wenn ein normaler Webmaster das Attribut kennt, wird er den Einsatz doch sehr gering halten, weil er oder sie es für nicht relevant halten.

Einsatz findet es lediglich bei solchen Leuten, die sich mit SEO auskennen und sich eingehend mit nofollow beschäftigt haben, oder dies zumindest glauben. Ich kenne so einige „SEOs“ die Unternehmen empfehlen alle ausgehenden Links mit diesem Attribut zu versehen. Sie wollen dadurch die Unternehmensseite stärken und den ausgehenden Linkjuice verringern. Absoluter Blödsinn meiner Meinung nach, denn eine gute Seite (Unternehmensseite) lebt auch durch ihre ausgehenden Links und diese sollten zum größten Teil follow sein. Denn wenn ich mir schon die Mühe mache und eine wirklich gute Quelle für meinen Text finde, dann soll diese auch belohnt werden.

Ich glaube sogar, dass Google irgendwo im kleinen Kämmerlein Seiten geringer Einstuft, wenn diese ausschließlich nofollow-Links haben.

Automatische Einstellungen

Mittlerweile haben aber auch große Plattformen und CMS den nofollow-Trend ergriffen. Zum Beispiel WordPress, wo in jedem System die Kommentare automatisch auf nofollow gestellt werden. Jetzt muss man natürlich abwägen, ob dies wirklich gut oder schlecht ist. In einem Blog, bzw. in einem Artikel gibt es einen Haupttext und die Kommentare. Die Links im Haupttext haben für mich eine höhere Bedeutung, deshalb ist es nur gerechtfertigt, dass diese auch auf „follow“ stehen. Bei den Kommentaren ist das so eine Sache. Wenn ein Kommentar wirklich gut und thematisch passt, dann spricht eigentlich nichts dagegen, dass auch er einen „dofollow-Link“ bekommt. Doch was ist mit Kommentaren, wie: „guter Artikel“, „seh ich auch so“, usw.? Verdienen auch solche Kommentare ein follow? Ich finde nicht und an dieser Stelle bin ich froh, dass WP alle Kommentare auf nofollow setzt.

Wer das anders sieht und auch solche Kommentare grundsätzlich mit einem dofollow versehen will, der kann in WP ein Plugin runterladen, was das nofollow Attribut wieder entfernt. Letztlich muss hier aber jeder selbst entscheiden, ob alle Kommentare do- oder nofollow haben sollen. Einen Mix aus Beidem würden sicherlich einige von euch hinbekommen, fänd ich aber sehr aufwändig.

Fazit

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Links es verdienen ein follow zu bekommen. Und jetzt kommt das aber 😉 Aber ich bin auch der Meinung, dass es Links gibt, dessen Bedeutung geringer sind wie zum Beispiel Textlinks. Und da das nofollow aktuell die einzige Möglichkeit ist, eine persönliche Abstufung durchzuführen, kann man es durchaus mal nutzen.

Doch egal, wofür wir uns entscheiden, die breite Masse wird es sicherlich anders machen und einen Link einen Link sein lassen. Entweder aus Unwissenheit, weil sie nofollow nicht kennen, oder weil es ihnen egal, oder zu zeitaufwändig ist, ihre Links manuell anzupassen.  Zu welcher Gruppe gehörst du? Zur breiten Masse, oder setzt auch du nofollow ein und wenn ja, warum?

13 Comments:

  1. Interessante Frage, die selbst nach Jahren nicht an Bedeutung verloren hat und daher immer wieder eine Diskussion wert ist. Auf dem Webstandard-Blog hatte ich vor ca. 4 Jahren mal die selbe Frage gestellt und die Antworten waren ziemlich eindeutig. Hochwertiger Content oder Kommentare die nicht nur Spamzwecken dienen haben absolut ein follow verdient. Leider sehen die Default-Einstellungen vieler PlugIns nofollow vor und nicht jeder modifiziert dies. Bei mir im Blog bspw. gibt es selbst nach 7 Jahren immer noch follow-Backlinks, sofern ich diese akzeptiere ;o) Denn Benutzernamen wie „Lebensversicherung“ oder „Gold“ werden ohne schlechtes Gewissen meinerseits gelöscht.

    • Also machst du dir keine Sorgen, dass dein Blog durch die Kommentarlinks an zu viel Trust verliert?

      Ich glaub, solange man die Kontrolle hat, ist follow vollkommen in Ordnung. Wenn man jedoch die Kontrolle aus der Hand gibt, dann wird es schwierig. Denn nicht immer haben die Leute Zeit um jeden Kommentar zu kontrollieren und ggf. anzupassen. Dies ist wohl das größte Problem und mit einer der Hauptgründe, warum so viele Blogs nofollow-Kommentare nutzen.

  2. Pingback: Comment Link Gate – Kommentare einstufen - Jonas Breuer

  3. Moin

    Ich finde viel wichtiger das eine Diskussion zu einen Eintrag entsteht, als das regeln von Links.

  4. Wenn ich sehr viele Seiten (Unterseiten) in meinem Webauftritt habe und ein sogenanntes Slideout-Menü erstellt habe, dann habe ich ja zwangsweise sehr viele Links.
    Macht es Sinn, die nur bei MouseOver sichtbaren Links zu den Unterseiten mit rel=“nofollow“ zu versehen?

    • Gute frage Kurt, hier wär ne beispielseite gut. Gegenfrage, warum willst du überhaupt interne Links mit nofollow versehen? Seh darin nur wenig Sinn, wie sehen die anderen das?

      • Weil bei seitenreport.de oder seitwert.de zuviele Links als negativ bewertet werden bzgl. SEO.
        Google soll sich ausgedrückt haben, dass mehr als 100 Links nicht so koscher sei!?

  5. Pingback: Mit nofollow zu mehr Themenrelevanz – Zwischen Mediendemokratie und Social-Media-Kultur

  6. Ich schließe mich Dir eigentlich komplett an – Kommentare sollten honoriert werden und nicht alle auf nofollow gestellt sein. Ich habe eine Zeit lang mal überlegt, erst ab dem 3. Kommentar oder bei einer bestimmten Zeichenanzahl freizuschalten, aber irgendwie konnte ich mich damit nie so richtig anfreunden.Meine Kommentare sind immer noch alle dofollow, allerdings behalte ich mir das Recht vor, sinnlosen Kommentaren ein nofollow zu verpassen. Einige lösche ich sogar komplett raus, vor allem die, die gleich noch einen Deeplink im Kommentarfeld unterbringen wollen und auch sonst nur aus einem Satz bestehen.
    Allerdings sind das halt die wenigsten. Die meisten kommentieren sinnvolle Sachen und dürfen dafür auch gern etwas zurück bekommen.

    Ich selbst achte überhaupt nicht darauf, wo ich kommentiere. Ich denke, dass ist der beste und natürlichste Weg. Allerdings treibe ich mich auch nicht durchgehend auf PR-starken Seiten rum. 😉
    Aber witzig ist – jetzt, wo Google wieder halbwegs regelmäßig ein PR-Update schiebt, merkt man schon zeitliche Häufungen. Ganz so, als wollten einige noch mal schnell auf Linkfang gehen …

  7. Wichtig ist eine gute Mischung aus Follow und No-Follow. Ich gehe auch davon aus, dass Google das durchaus wertet. Wenn auf der Seite gute Inhalte stehen und dem Leser Mehrwert bieten, sollte ein Link unbedingt ein „follow“-Link sein. Wer in Richtung User optimiert, den mag auch Google.

    Footerlinks sollten hingegen unbedingt auf „nofollow“ gesetzt sein.

  8. Ich denke der Nutzen des Attributs „nofollow“ ist klar, jedoch würde ich im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ein wenig differenzieren. Wenn es nach Google geht, sollten nofollow-Links vermieden werden. Es bestehen natürlich Ausnahmen im Sinne von Kommentarspam. Ich denke auch der Blogger-Szene tut dieses Tag mittlerweile eher weh als das es einem den „Linkjuice“ klaut. Das Prinzip des brauchbaren Verlinkens ohne Kauf/Tausch ist doch kaum noch gegeben.

  9. Nach dem durchlesen dieser und einiger anderer Beiträge habe ich mich entschieden die „nofollow“ aus den Haupttexten alle rauszunehmen. Mal sehen ob die Beiträge die nächsten Tage ein wenig hoch rutschen bei Google was ich allerdings nicht glaube. Auf jeden Fall danke 🙂

  10. dofollow = nofollow
    dofollow = nofollow
    dofollow = nofollow
    dofollow = nofollow
    hehehehehe

    Ich hab (noch) nicht alle Tipps umgesetzt. Vielen Dank für die informative Aufstellung. 🙂

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