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OnpageDoc im Praxistest Teil II

Wie ihr anhand meines letzten Beitrags wisst, analysiere ich gerade mit OnpageDoc eine meiner Webseiten. Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Seite. Nämlich eine Seite, die im Penalty steckt. Um die Seite aus der Penalty rauszubekommen, möchte ich wissen, wie sauber sie Onpage ist und/oder ob es noch Optimierungspotenzial gibt. 

Rückblick

Im ersten Teil von Onpage Doc im Praxistest kamen bereits einige erschreckende Dinge ans Licht. Meine Beispielseite (koiwiki.net) hat mehr als nur ein paar kleine Schwachstellen im Onpage-Bereich. Schon bei der ersten Analyse kam heraus, dass es Probleme mit dem Canonical gibt, den Headlines, 404-Seiten und einer schlechten Seitenstruktur.

Oberflächlich betrachtet, sieht die Seite gut aus. Doch was das Tool anzeigt, sind wirkliche Fehler die zeitnah behoben werden müssen.

In diesem Artikel will ich mithilfe des Tools noch weitere Optimierungsmöglichkeiten und Fehler aufdecken.

OnpageDoc Überblick

Die groben Fehler, die das Tool aufgedeckt hat, bin ich ja bereits mit euch im ersten Teil durchgegangen. Nun will ich mir die weiteren Punkte ansehen. OnpageDoc besticht schon mal durch eine übersichtliche Navigation hinter der sich einige Potenziale für mich und meine Website verstecken.

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Das Dashboard hatten wir uns ja bereits angesehen, deshalb springe ich jetzt direkt zu dem Punkt Keywords.

Keywords

Wie man sich schon denken kann, verbirgt sich hier die Rankinganalyse bei Google. Im Vorfeld habe ich einige Suchbegriffe hinterlegt, die das Tool nun regelmäßig für mich überprüft und mir den aktuellen Stand zeigt. Das tolle daran, ich kann nicht nur meine Rankings analysieren lassen, sondern auch die eines Mitbewerbers.

Da meine Seite im Penalty steckt, gibt es hier allerdings nicht wirklich viel zu sehen. Gerne hätte ich mir den Punkt „Chancen“ etwas genauer angesehen.

Server

Bildschirmfoto 2014-06-11 um 09.27.44Eine Funktion, die ich bei OnpageDoc besonders cool finde ist die, dass ich schon in der Navi sehen kann, wo Optimierungspotenzial besteht. Bei Server sehe ich sofort, dass die Antwortzeiten und die Redirects in Ordnung sind, dafür besteht aber Handlungsbedarf bei den Status Codes.

Grund für die niedrige Bewertung ist ein ganzer Haufen an 404-Fehlerseiten. All diese 404er dürften nicht sein. Hier geht ein Menge Potenzial verloren. Deshalb werde ich die fehlerhaften URLs per 301 auf die jeweils richtige Seite weiterleiten.

Meta

Im Bereich Meta hat das Tool nicht ganz so viel zu meckern.

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Der größte Kritikpunkt sind die Canonicals, die auf der Website bis jetzt noch fehlen. Ansonsten gibt es nur kleinere Empfehlungen, wie eine doppelte Meta-Description und einen doppelten Title. Das Tool würde mir aber auch anzeigen, wenn eine Description oder ein Title zu kurz oder zu lang wäre, oder gar nicht gesetzt wurde. Bei der Länge des Titles werden aktuell noch 70 Zeichen genutzt. Hier muss man jedoch aufpassen, weil Google die Länge seit kurzem auf ca. 56 Zeichen geändert hat.

Inhalt

Auch inhaltlich gibt es wohl einiges zu tun. Der Optimierungsgrad liegt bei 62% und wird durch die drei Punkte 1. Überschriften, 2. Texteinzigartigkeit und 3. Dateigrößte definiert. Die Überschriften erreichen nur einen Optimierungsgrad von 33%, was daran liegt das die H4 vollständig fehlt. Wie ich bereits im letzten Artikel erklärt habe, ist der Einsatz von H4 meiner Meinung nach kein Muss und wird sich nicht auf das Ranking auswirken.

Bildschirmfoto 2014-06-11 um 09.59.52Den Punkt Texteinzigartigkeit finde ich persönlich sehr interessant. Hier wird die Website u. a. auf DC überprüft. Das Ergebnis hat mich überrascht, denn meine Seite erzielt hier nur einen Wert von 52%. Der Grund dafür ist aber simpel. Die Startseite und die Home-Seite (in diesem Fall „koiwiki“ genannt) sind ein und dieselbe Seite, die unter 2 URLs aufgerufen wird.

Sicherlich ist dies ein Problem, aber da es nur auf einer Seite auftaucht und da Google so was mittlerweile sehr gut beurteilen kann, mache ich mir hier nur wenig Sorgen.

Backlinks

Das es bei OnpageDoc auch den Reiter Backlinks gibt, hat mich zunächst verwundert. Immerhin reden wir hier von einem Onpage-Tool. Die Übersicht zeigt hier die Basics.

Bildschirmfoto 2014-06-11 um 10.04.54Nicht mehr, aber auch  nicht weniger. Die Funktion ist zwar ganz nett, erwarten tue ich sie aber von einem solchen Tool nicht.

Interne Links

An dieser Funktion wird aktuell noch gearbeitet. Aktuell gibt es wohl noch Probleme mit dem Erfassen von kleinen Webseiten, so wie das bei mir der Fall ist. Aus diesem Grund will ich auf diesen Punkt nicht genauer eingehen.

Bilder & Places

Bilder sind sicherlich ein Punkt, der für die Besucher einer Website besonders wichtig ist. Da meine Seite kaum Bilder hat (ein Problem, was ich in der nächsten Zeit beheben werde), gibt es hierzu auch nicht viel zu sagen. Es fehlen noch einige alt-Attribute, die selbstverständlich noch gesetzt werden. Ansonsten ist aber alles i.O.

Da es sich bei meiner Seite nicht um ein regionales Unternehmen handelt, ist dieser Aspekt eher unwichtig für mich.

Struktur & Performance

Im Punkt Struktur kann meine Seite wieder trumpfen. Lediglich die fehlende Sitemap wird hier als Kritikpunkt genannt.

Bildschirmfoto 2014-06-11 um 10.41.19Bei der Performance sieht es ähnlich aus. Alles im grünen Bereich 🙂 Allerdings weiß ich, dass hier noch Potenzial nach oben ist. Für die Performance nutze ich ganz  gerne Google PageSpeed Insights und hier wird ersichtlich, dass ich allein durchs Caching noch ein paar Punkte herausholen kann. Weil OnpageDoc weiß, das viele das Google Tool toll finden, wurde die Funktion sogar integriert.

Mein Fazit zur Website

Dank der Analyse habe ich einige wichtige Dinge herausgefunden. Vor allem die Seitenstruktur, die durch mehrere Domains in einem CMS wohl durcheinander geraten ist, ist ein sehr sehr wichtiger Punkt. Allein dadurch wirkt meine Seite ein bisschen wie Spam. Ob dadurch alleine eine Penalty entstanden ist, wird sich zeigen.

Neben der Seitenstruktur gibt es aber noch ein paar andere Kleinigkeiten, die ich verbessern kann. Wie z. B. die interne Verlinkung, die ich mir in Ruhe nochmals ansehen werde.

Mein Fazit zum Tool

OnpageDoc hat mich im ersten Moment mit seiner Vielseitigkeit überrascht. Mit Punkten, wie Backlinks hätte ich nie gerechnet. Für ein Onpage-Tool könnte dieser Punkt auch ruhig fehlen, so zumindest meine Meinung. Auf jeden Fall spricht die Vielseitigkeit und der Preis für das Tool.

Insgesamt gibt das Tool viele nützliche Ratschläge, wie man eine Seite optimieren kann. Das dabei die Basics den größten Teil ausmachen, finde ich vollkommen in Ordnung. Auch die Analyse der Keywords im Vergleich zum Wettbewerber finde ich super.

Wie alle (SEO-) Tools muss man aber auch bei OnpageDoc mit gesundem Menschenverstand an die Analyse gehen. Nicht jede vorgeschlagene Optimierungsmaßnahme muss auch wirklich durchgeführt werden. So z. B. die Empfehlung auch H4-Headlines einzusetzen. Kann man machen, muss man aber nicht. Aber, dass ist bei jedem Tool so, nicht nur bei OnpageDoc. Wer das Tool plus seinen Grips nutzt, der wird recht schnell erkennen, wo seine Seite Optimierungsbedarf hat und wo  nicht 😉

Für mich war es auf jeden Fall eine feine Sache, meine kleine Nischenseite einmal aus den OnpageDoc-Tool-Augen betrachten zu dürfen 😀

4 Kommentare:

  1. Interessanter Einblick in das Tool.

    Dein Fazit kann ich nur unterschreiben, denn ein Tool sollte niemals den eigenen „Denkprozess“ ersetzen, sondern lediglich unterstützend und vielleicht „erinnernd“ tätig sein ;o)

  2. Dein Fazit würde ich ähnlich schreiben 🙂

    Habe vor dem Kauf auch nicht damit gerechnet, dass ich für so kleines Geld so ein umfangreiches OnpageTool erhalte, welches sich nicht vor onpage.org & anderen verstecken braucht.

  3. Ich werd OnpageDoc auch mal testen. Der von dir beschriebene Funktionsumfang ist genau das, was ich brauche. Ich bin gespannt, was bei der Analyse herauskommt und wo mich das Tool unterstützen kann. Vielen Dank für den kurzen Überblick!

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