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Sind Footerlinks wirklich schädlich?

Seit dem ersten Pinguin Update sind wir alle etwas vorsichtiger mit unseren Backlinks geworden. Eine Ressonance aus dem Update war, dass Footerlinks nicht mehr wirklich funktionieren. Doch sind sie deshalb auch schädlich und können bei einer Seite für einen Absturz in den SERPs führen?

Footerlinks, was sind das überhaupt?

Zu Beginn möchte ich kurz erklären, was genau Footerlinks sind. Dabei wird mir die folgende Grafik von meinem Blog helfen:

footer seo-diariesDies ist mein Footer. Wie ihr hier seht, haben wir hier eine Auflistung meiner Seiten sowie das Archiv und einige Links zu Blogverzeichnissen. Ganz unten ist dann noch ein Link zu WordPress selbst, weil das Theme, bzw. der ganze Blog auf WP basiert. Dies sind nun unsere Footerlinks. Die einen sind intern, die anderen extern. Mir persönlich geht es in der Frage um die externen Footerlinks, also alle die auf eine andere Website verweisen.

Beispiel WordPress-Link

Viele Hersteller von CMS nutzen die Möglichkeit, sich in den Footer zu verewigen und einen Link zu setzen. WordPress ist da nur ein Beispiel von vielen. Durch diese Methode werden sehr viele Links generiert, alle aus dem Footer. Alleine SEO-Diaries hat an die 300 Beiträge im Blog, plus separate Seiten und Kategorien. Da kommt ganz schön was zusammen.  Da der Footer auf jeder dieser Seiten vorhanden ist, kriegt WordPress von allen Seiten einen Backlink.

Jetzt gibt es aber nicht nur meinen Blog, sondern noch viele weitere und alle fast haben einen Link zu WordPress.

Footerlinks und ihr Ruf

Anhand des Beispiels könnte man meinen, dass Footerlinks gar nicht so schlecht sind. Doch da irrt man sich. Diese Linkform hat mittlerweile einen eher schlechten Ruf. Dies ist nicht erst seit dem Pinguin so. Schon seit längerem weiß man, dass sie nicht mehr so gut gewertet werden, wie es früher einmal der Fall war.

Grund für die Abwertung der Linkform ist sicherlich mitunter die Platzierung. Der Link steht ganz am Ende einer Seite und hat thematisch meist nichts mehr mit ihr zu tun. Aus diesem Grund hat Google damals schon die Gewichtung dieser Links reduziert.

Ein weiteres Beispiel

Während meiner Recherche bin ich auf eine weitere Seite gestoßen, die ihr gutes Ranking zum Teil auch solchen Links verdankt. Die Seite selbst möchte ich hier nicht bekannt geben, weil ich hier niemanden bloßstellen will. Außerdem kenn ich den Webmaster nicht.

Ca. 60% der Backlinks dieser Seite sind Footerlinks. Das ist schon eine ganze Menge, doch wenn man sich das Ranking und den Sichtbarkeitsindex ansieht, sieht alles gut aus. Betrachtet man das letzte Jahre, sieht hier alles gut aus.

Ich muss gestehen, ich habe zunächst vermutet, dass hier der Pinguin zuschlagen würde, weil die eine Linkquelle ganz besonders oft zum Einsatz kam. Dies war nicht der Fall und lässt vermuten, dass Footerlinks nicht ganz so gefährlich sind, wie der ein oder andere vermutet.

Was muss man bei Footerlinks beachten

Dennoch sollte man aufpassen. Eine so hohe Anzahl wirkt schon nicht mehr natürlich. Es kann sein, dass Google irgendwann auch auf solche Faktoren eingeht und die Seite abstraft. Momentan ist aber alles noch gut.

Damit dies auch so bleibt, sollte man unbedingt auf seine Linktexte achten. Diese sind im zweiten Beispiel relativ unterschiedlich. Auch die Zielseiten sind nicht immer identisch. So kriegt man zumindest eine gewisse Verteilung hin und lässt das Ganze in gewissem Masse normal aussehen.

Ich selbst nutze hin und wieder Footerlinks um neue Nischenseiten oder andere meiner Projekte bei Googe bekannt zu machen. Unterschiedliche IP-Adressen können hierbei zusätzlich helfen. So ist ein Muster nicht ganz so leicht zu erkennen und wir wissen alle, dass es wichtig ist, unterschiedliche Backlinks von unterschiedlichen Domains und IPs zu bekommen.

Fazit: im kleinen Ok, in der Maße schwierig

Auch heutzutage kann man Footerlinks noch nutzen. Ihre super Wirkung aufs Ranking haben sie meiner Meinung nach aber verloren. Footerlinks sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Dennoch kann man sie in Maßen einsetzen, z. B. um eine noch recht junge Domain bei Google bekannt zu machen.

Idealerweise kennt man bei diesem Vorgehen die Linkquellen oder ist selbst Webmaster von ihnen. So hat man die volle Kontrolle und kann im Zweifelsfall reagieren. Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt und die Suchmaschinen auch solche Auffälligkeiten abstrafen wird.

Oder was meint ihr? Wird Google irgendwann Footerlinks mit ins Pinguin-Update aufnehmen, oder werden diese Links nur weiter entwertet, bis nichts mehr von ihnen übrig ist? Und, nutzt ihr solche Links überhaupt noch, oder habt ihr ihnen komplett abgesagt?

Hier noch einige weitere Beiträge zum Thema Footerlinks (intern & extern):

 

6 Kommentare:

  1. Sabrina ich wäre ein wenig vorsichtig mit den internen Links, wenn mit gleichen Anchor Texten verschiedene Seiten angelinkt werden. Dadurch wird kein eindeutiges Signal mehr an Google gesendet, welche Seite zum Keyword passend ist. Würde ich eher von abraten!

  2. An den Footer-Links scheiden sich meiner Meinung nach wirklich die Geister. Ich z.B. setzte immer einen Footer Link auf meine Seite wenn ich beispielsweiße für einen Kunden ein WP-Theme anpasse o.ä. (verschiedene Domains & IPs). Dabei konnte ich bisher weder positive noch negative Auswirkungen feststellen (positive höchstens durch dortige Seitenbesucher die dann auf mich aufmerksam wurden). Von daher werde ich dies auch in Zukunft, zumindest vorerst, so beibehalten.

    Gruß
    Jens

  3. ich mag footer links 🙂 habe auf rund-ums-netz.de einige davon im footer. aber denke mal, es sind nicht zu viele oder?

  4. Ich hab mit footer Links keine negativen Ergebnisse gesehen, lediglich ein Kunde mit einer Keyword Cloud im Footer mit X-Fach die gleichen Worte auf unterschiedlichste Seiten die dazu gar nix sagen – aber da war die ganze Seite ein Desaster…
    Allerdings kann man das auch schöner machen, da ich generell ein Fan von Seiten mit nem ziemlich leeren Footer bin.

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