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Wie viele Links darf man eigentlich im Monat aufbauen?

Links gehören einfach zum SEO dazu. Das ist jetzt so, war so und wird wahrscheinlich auch immer so sein. Doch es gibt gewisse Spielregeln an die man sich halten sollte. So zum Beispiel auch, dass man nicht in einem Monat unendlich viele Links aufbaut und dann keine mehr. Linkbuilding soll natürlich sein, doch was heißt das eigentlich und wie können wir das nachahmen?

Fachmeinungen

Christoph C. Cemper einer der Spezialisten, wenn es ums Linkbuilding geht und Anbieter des LinkResearchTools (LRT) hat in der aktuellen Website Boosting #18 einen Weg beschrieben, wie man das natürlichen Linkwachstum analysiert und nachbaut.

In dem Artikel wird erklärt, dass das Linkwachstum ein natürlicher Prozess ist, der langsam aber stetig entsteht. Eine Seite die noch sehr jung ist, wird nur wenige Links haben. Im Laufe der Zeit wird die Anzahl an Links allerdings steigen, zumindest dann, wenn der Inhalt verlinkungswürdig ist. Je mehr Links eine Seite bekommt, desto eher wird sie auch von anderen Webmastern gefunden, die wiederum ebenfalls einen Links setzen (könnten).

D. h. im Monat 1 gibt es vielleicht nur 1 Link. In Monat 2 können es aber schon 2 Links sein und in Monat 3 dann sogar 5 Links. In einem solchen Fall würde man von einem positiven Linkwachstums-Trend sprechen. Natürlich gibt es auch negative Trends, wo im ersten Monat viele Links aufgebaut werden und in den Folgemonaten werden es immer weniger Links, die dazukommen. Für uns SEOs ist ein postiver Trend wünschenswert, doch leider nicht immer realisierbar.

Wie viele Links pro Monat?

Um nun herauszufinden, wie viele Links man pro Monat auf eine Seite setzen darf, gibt es eine einfache Methode. Lt. Cemper braucht man sich nur die Wachstumsrate der anderen Seiten auf den obersten Plätzen ansehen. Wenn man erst einmal weiß, wie viele Links die pro Monat erstellen oder kriegen, dann weiß man auch, wie viele Links man selbst aufbauen kann. Damit die Analyse etwas einfacher ist, hat das LRT einen entsprechenden Report, der einem die Anzahl zeigt. Ich persönlich finde diesen überaus nützlich, vor allem um die Konkurrenz, aber auch ältere eigene Seiten zu überprüfen.

Anhand der Daten der Konkurrenz kann man so herausfinden, welche Anzahl an Links richtig ist.

Einfach machen?

Ich persönlich nutze diese Methode ebenfalls. Immerhin muss man wissen, was die Konkurrenz macht und was funktioniert, bevor man seine Seite optimiert. Doch ich fürchte, ganz so einfach ist es nicht.

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Wir haben eine Website zum Thema Schuhe (mein Lieblingsthema, wie ihr wisst 😉 ) und ich sehe, dass meine Konkurrenz ein monatliches Linkwachstum von durchschnittlich 100 Links haben. Mein eigenes Linkwachstum sieht wie folgt aus:

Wie man sieht, hat diese Domain nur sehr wenige Links pro Monat erhalten. An manchen Monaten ist sogar gar nichts passiert. Was glaubt ihr passiert, wenn ich auf einmal anfange 100 Links pro Monat zu sammeln? Genau, Google würde das als unnatürlich empfinden – so zumindest meine Theorie. Denn wie kann bitte schön eine Domain von einem Monat zum anderen so genial geworden sein, dass sie permanent so viele neue Links anzieht? Ich finde, das passt nicht und deshalb würde ich eine ganz andere Strategie bevorzugen.

Anstatt sofort das zu machen, was die Konkurrenz macht, muss ich mir meine Seite und dessen Wachstum ansehen. Anschließend kann ich mit diversen Mitteln nach und nach versuchen das Linkwachstum positiv zu beeinflussen – so das ein positiver Trend entsteht. Zwar dauert dieses Prozess länger, bringt dafür aber mehr Sicherheit mit sich und ist langfristig der bessere Weg.

Fazit: nachmachen und verstehen

Nochmals zusammengefasst: Damit wir wissen, wie viele Links wir innerhalb eines Monats aufbauen können, sollten wir die Konkurrenz analysieren. Anschließend schaut man sich sein eigenes Linkwachstum an und baut es Schritt für Schritt um, so dass man letztlich ungefähr das selbe Wachstum hat, wie die anderen.

Aber Achtung: ein zu schneller Aufbau kann falsche Signale an die Suchmaschine senden und somit für unerwünschte Nebenwirkungen sorgen. Deshalb sollte man es langsam angehen lassen. Dies gilt auch für neue Seiten, die gerade erst online gegangen sind.

Oder wie seht ihr das, kann ein schneller Aufbau/eine schnelle Anpassung auch ohne Risiko funktionieren?

27 Kommentare:

  1. Ganz so einfach würde ich es nicht sehen. Was soll unnatürlich daran sein, wenn eine neue seite erst mal in diversen webverzeichnissen und boomarkportalen eingetragen wird. Das ist meiner meinung nach ein weitverbreiteter und natürlich icher Vorgang und quasi die Voraussetzung dafür, das neue Seiten durch andere entdeckt werden kann.

    Also anfangs
    macht meiner meinung nach ein aufbau von lowlevel links sinn, und sollte dann durch Wettbewerbsorientierten Linkaufbau ersetz werden.

    • Hi Sammy,

      dem stimm ich voll und ganz zu. Die Frage ist halt immer, ab wann sind es zu viele Links? Bei einer neuen Domain würde es sicher komisch wirken, wenn diese direkt viele Links von High-Level-Domains erhält. Mit Low-Level macht man da sicherlich nicht all zu viel verkehrt.

    • Christoph C. Cemper

      das

      „erst mal in diversen webverzeichnissen und boomarkportalen “

      würde ich mal vorsichtig weg lassen… 🙂

      VG christoph

      • Danke für die ehrliche Meinung Christoph. Ich würds zwar nicht ganz weglassen, allerdings auch nur gering einsetzen. Sprich, die Eintragung bei 2-3 Portalen durchführen, wo ich weiß, dass diese noch von Google angesehen werden 😉

        • Christoph C. Cemper

          noch deutlicher:

          Wozu am Anfang rum-müllen mit Schrottlinks als wäre es 2007 und dann nachher jammern weil die wieder „aufgeräumt“ werden müssen?

          Die Zeit von Bookmarkseiten und Webverzeichnissen (wenn ich das Wort schon lese…) ist vorbei.

          VG Christoph

          • Hi Christoph,
            ich kann dich schon verstehen. Die Methode ist wirklich altbacken und funktioniert nur in geringen Maßen.
            Gerade zu Anfang ist es schwer, die richtigen Links aufzubauen. Da greift man schnell zu solchen Mitteln. Ich werd mir deine Worte aber zu Herzen nehmen und mal drüber nachdenken, wie junge Domains ohne solche Links die Startphase gut zu überstehen.

            Falls du da nen Tipp für uns hast, wie junge Domains mit dem Linkaufbau starten sollten, immer her damit 😉

  2. Ich würde es auch eher etwas anders formulieren. Nämlich ab wann Linkaufbau unnatürlich wirkt. Wie Sammy schon kommentiert hat, kann man auch viele Links auf natürlich Art & Weise generieren. Ein gut aufgezogenes Gewinnspiel zum Livegang kann bspw. eine Menge Links für ein neues Projekt erzeugen, nur sind es deshalb gleich zu viele Links? Ich denke nicht und das wurde von Christoph in der aktuellen Website Boosting auch beschrieben. Ist ein Linkanstieg für einen Google Angestellten bspw. aufgrund eines Gewinnspieles nachvollziehbar, so wird dies auch keine Folgen haben. Denn was kann denn der Gewinnspielbetreiber dafür, dass bspw. ein großes oder bekanntes Portal darauf anspringt und so eine Vielzahl an Links entstehen? In einem solchen Fall hat man die Links zwar nicht selbst generiert, worauf du wahrscheinlich auch hinaus willst, aber Backlink ist Backlink und im Idealfall sind alle Backlinks natürlich gewachsene Verweise ;o)

    • Ja, vielleicht hätte ich den Titel wirklich anders wählen sollen 😉

      Ich geh in meiner Argumentation von dem monatlichen Wachstum aus. Wenn man Gewinnspiele oder einen Linkbait vollführt, kommen natürlich mehr Links zustande. Dieses Level kann man unmöglich auf Dauer halten.

      Ob ein Google Mitarbeiter sich wirklich die Mühe macht und nach dem Grund für den schnellen Aufbau sucht, bezweifle ich mal 😉 Find den Gedanken, allerdings witzig, aber egal.

      Letztlich geht es ja darum, dass man den Aufbau beobachtet und ggf. eingreift, damit es eben nicht spammy wird. Da sind wir wohl einer Meinung. Falls ich das zu umständlich formuliert hab, tuts mir leid!

  3. zunächst mal ist Link eben nicht gleich Link! Es gibt gute und schlechte bzw. qualitativ nicht sonderlich hochwertige Links. Sich rein von der Anzahl am Wettbewerb zu orientieren ist daher ein sehr gefährlicher Weg. Auch weil viele andere Faktoren damit zusammen hängen, wie das bestehende Linkbild, Domainalter, Brand etc. Nicht zu vergessen „wer der Wettebwerber ist“! Nicht alles was jetzt funktioniert, hat auch morgen noch Bestand. D.h. wenn Du z.B. ein für den Betreiber nicht überlebenswichtiges Projekt als Wettbewerb identifizierst, kann es gut sein, dass Du gemeinsam mit ihm an die „Grenzen“ gehst, sobald Du es als Benchmark betrachtest. Sprich er reizt alle verfügbaren Linkaufbaumittel und -methoden aus (bewusst mit dem Risiko abzurauchen) , um ein Maximum an Profit in kürzester Zeit zu generieren. Du machst es nach und Dein Projekt stürzt dann auch ab! Kein Problem, wenn Du die selben Ziele mit Deinem Projekt verfolgst. Ein Problem wird es aber dann, wenn Du langfristig planst, ein Brand werden willst, oder diese Strategie sogar für Kunden verfolgst. Nachmachen ist immer blöde, insbesondere im Bereich SEO! Machs besser oder lass es!

    Und sicher sitzt kein googler dran und denkt über die Ursachen des plötzlichen Wachstums nach! Allerdings zieht google mit Sicherheit andere Signale in Betracht: Linkaufbau braucht eine Legitimation! Wenn Du also Links aufbaust, sorge dafür, dass erstmal Besucher auf der Seite sind. Wieso solltest Du 50 neue Links pro Monat bekommen, wenn insgesamt nur 200 Besucher da waren? DAS ist unnatürlich! Wenn Du es aber schaffst 200K Besucher z.B. via Facebook & Co. auf Deine Seite zu bekommen, wären 50 neue Links schon eher natürlich.

    Hinzu kommt, dass man Links eigentlich immer am möglichen entstehenden Traffic messen sollte! Ein guter Link bringt Besucher. Deshalb sind WK, AV und SB-Links auch irgendwann obsolet geworden. google muss doch nur alle von dort verlinkten Seiten analysieren (Analytics). Wenn keine der dort verlinkten Seiten direkten Traffic über die Links bekommt ist das ein mehr als deutliches Zeichen! 😉

    Die Frage ist also nicht „wie viele Links?“, sondern „was für Links?“ Wenn die neuen Links Traffic bringen, sind sie gut. Und dann ist es auch echt egal, ob Du 5 oder 20 aufbaust! Der Punkt ist vermutlich sogar: Du wirst keine 20 Links in dieser Qualität aufbauen können pro Monat! 😉

    Jetzt kann man sich abschließend die Frage stellen „Wieviel Traffic muss ein Link bringen?“…. Völlig legitim und korrekt, kann man aber pauschal nicht beantworten diese Frage! Hängt von der Branche und dem Thema ab. Und vermutlich auch von „Trafficweg“. Angenommen Du nutzt Analytics und Dein Linkspender auch… dann hat google schon ziemlich viele Daten, die ausgewertet werden können! 😉

  4. Oder wie seht ihr das, kann ein schneller Aufbau/eine schnelle Anpassung auch ohne Risiko funktionieren?
    Absolut, hat eine neue Seite den Inhalt überhaupt, und jeder fährt darauf ab, was sollte da gegen einen schnellen Aufbau sprechen, der Inhaber der Seite kann sich ja schlecht dagegen wehren, und wird es wohl auch nicht. Aber prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass ein gemächlicher Aufbau vorzuziehen ist, evtl. mit dem ein oder anderen Top-Monat.

    • Das Problem ist nur, woher sollen die Leute von der neuen Seite wissen. Sie ist ja neu und muss erst einmal bekannt gemacht werden. Wäre ich eine Suchmaschine und würde eine Seite entdecken, die im Feb 2013 online ging und sofort 1.000 Links und mehr kriegt, dann wäre ich auch skeptisch 😉

  5. Also meistens ist es „normal“ wenn man am Anfang mehr Backlinks aufbaut und dann im Laufe der Zeit selber weniger Backlinks setzt, dafür vielleicht dann andere die Seite „empfehlen“ – wobei dieses „empfehlen“ heutzutage nicht – bzw. noch nicht gang-und-gebe-ist.

  6. Es ist sicher auch wichtig zu sehen, wohin die Links aufgebaut werden, abhängig von der Struktur der Seite. Ein Shop z. B. sollte natürlicherweise auch Links auf Kategorie- und Produktseiten bekommen. Wenn bei einem Produkt ein tolles Sonderangebot lockt, sind auch hier mehr Links als „normalerweise“ zu erwarten. Doch ich denke, das sollte kein K.O.-Kriterium sein. Eher würde ich vermuten, dass sich der von manchen SEO’s zu viel und zu schnell betriebene Aufbau in bestimmten Mustern ausdrückt und wenn diese vorliegen *kann* es gefährlich werden.

    Viele Grüße!

  7. Hallo,
    ja ich denke, dass zu schneller Linkaufbau mit Risiko behaftet ist und man muss da sehr sehr aufpassen. Anfangs sobald eine Domain online geht, beginnt man vll. sagen wir mal so 2-5 Backlinks täglich zu setzen und im Laufe der Zeit können es schon 5 werden. Aber ich glaube, dass auch viel ist. Ich verlinke aus meinen Artikeln so gut wie jedes Mal und da meine Blogdomain schon seit 5 Jahren existiert, mache ich mir da keine Sorgen. 100 Backlinks im Monat sind für eine bei Google bereits etablierte Domain vll. in Ordnung, aber nicht bei frischen Domains. Da ist es zu gefährlich!! Meine Meinung dazu.

  8. Hallo, also ich starte auch gerade eine neue Seite und die werde ich auch in Branchenverzeichnisse und ein paar Kataloge eintragen. Ich denke auch nicht das es falsch ist oder unnatürlich am Anfang, natürlich nicht hunderte aber ein paar kommen da schon zusammen wenn man Facebook, Twitter, Branchenbücher usw. mitnimmt, meint Ihr das ist falsch?

  9. Hallo in die Runde!

    Viele starke Links, gerade am anfang sind so eine sache. Google sieht dieses, und man schiesst natürlich erstmal nach oben.
    Kann man diese Power allerdings nicht aufrecht halten, fällt man natürlich wieder runter.

    Hier mal ein Beispiel:
    https://tools.sistrix.de/domain/10000flies.de/
    Ende Januar ging die Seite 10000flies.de online.
    Medien wie SPON t3n welt und viele mehr haben direkt über die Seite berichtet.
    Dieses hatte sich natürlich sofort auf die Sichtbarkeit ausgewirkt. Da bei der Seite selber aber kein Linkaufbau betreibt, kommen nun auch keine Links mehr rum.

    Und wie man nun wunderbar bei Sisitrix sieht, geht die kurve nach unten.

    So ist das bei vielen Seiten die mal eine tolle Linkbait aktion gefahren haben. Die Power ist von kurzer dauer, wenn man die power nicht ständig auf die Strasse bringt.

    Hat man jeden Monat ein Budget von 10.000€ ist es, so ist meine Meinung derzeit, egal wie man startet, solange man die power auch weiterhin auf die strasse bringt.

  10. So wirklich über das Ziel hinaus schiessen bei WK, AV, Blogkommentaren etc. ist meiner Meinung nach schwierig, weil ein Teil der Einträge überhaupt nicht freigeschaltet wird, und wenn dann stark Zeitversetzt. Es kommt also auch noch auf die Freischaltquote an.

  11. Hallo Zusammen,
    aus eigener Erfahrung kann ich folgendes mitteilen: als absoluter SEO-Anfänger habe ich zu Beginn lediglich auf Webverzeichnisse, Branchenverzeichnisse und ähnliche Kataloge gesetzt. Ich konnte keinen negativen Effekt feststellen. Ganz im Gegenteil: mein Ranking stieg und stieg. Blogs, Artikelverzeichnisse und Foren habe ich erst danach abgegrast. Bis jetzt wurde ich auch noch nicht abgestraft, dass a) die meisten, ca. 95 % der Links auf die Startseite gehen und b) der häufigste Anchortext eine bestimmter Compoundtext ist. Eventuell hilft mir auch ein Eintrag bei wikipedia, der ausgleichend mit einem hohen Trust-Juice wirkt;-)
    VG,

    Jochen

    • Hallo Jochen,

      genau dieselbe Erfahrung habe ich auch über mehrere Jahre gemacht und mittlerweile schreiben wir das Jahr 2014 und es ist immer noch effektiv bei meinen Projekten.

  12. Hallo,
    erst einmal Danke für den Beitrag. Auch ich bin momentan auf der Suche nach Antworten. Wie viele Links? welche Art? wo? etc.etc.
    Leider gibt es zu diesem Thema mehr Fragen als Antworten.Aber wer hat auch gesagt, das es einfach werden würde. Vielen Dank für den Beitrag er hat mich wieder ein Stück näher ans Ziel gebracht.

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