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Woran erkennt man einen guten Backlink?

Das Thema Linkbuilding ist gerade im SEO wieder aufgrund des letzten SEO-Contest hoch im Kurs. Doch im Gegensatz zu meinen Kollegen möchte ich heute nicht über Black-Hat oder Grey-Hat schreiben. Ich will euch zeigen, woran man einen guten Backlink erkennt und zwar von einer Seite, die einem nicht gehört 😉

Wie komme ich an gute Backlinkquellen?

Wer jetzt nicht mit eigenen Netzwerken arbeitet, der ist ständig auf der Suche nach neuen Linkquellen. Wie man diese u. a. findet, habe ich bereits in einem früheren Artikel „Woher bekommt man gute Backlinks?“ geantwortet.

Aber längst nicht jede Linkquelle die man gefunden hat, erweist sich als geeignet. Doch, worauf muss man bei einer Linkquelle achten? Dies möchte ich euch im folgenden Vorstellen.

1. Thematische Relevanz

Die thematische Relevanz ist für mich von besonderer Bedeutung. Wenn ich also auf der Suche nach einem Linkgeber für meine Koi-Seite (koiwiki.net) bin, dann will ich natürlich das sich der Linkgeber ebenfalls mit diesem Thema befasst.

Daher wird die linkgebende Seite hinsichtlich ihres Contents überprüft. Dabei kommt es aber nicht zwingend darauf an, dass die Seite nur Koi-Inhalte hat. Es könnte z. B. auch ein Shop sein, der Produkte für den Koiteich verkauft. Sogar eine App-Seite, die die besten Koi-Apps vorstellt, hat einen thematischen Bezug.

Ich persönlich finde es wichtig, dass man nicht zu streng ist, was die thematische Relevanz angeht. Es gibt viele Möglichkeiten, wenn man es zulässt. Was natürlich gar nicht geht, wäre z. B. eine Seite über Kosmetik. Denn was hat Kosmetik mit Kois zu tun. Ok,wenn ich da nen Zusammenhang herstellen könnte, dann meinetwegen, aber solange es keinen Zusammenhang gibt, sollte man sich den Link schenken.

2. Worauf verlinkt die Linkquelle?

Ist ein thematischer Bezug vorhanden, schaue ich mir das Linkprofil der ausgewählten Seite an. Ich will wissen, wohin die andere Seite verlinkt. So kann ich vermeiden, dass ich einen Linkgeber auswähle, der auf alles und jeden verlinkt.

So einer Person ist es vollkommen egal, ob seinen Lesern ein echter Mehrwert durch die Links geboten wird. Genau das möchte ich aber nicht. Ich möchte nicht einen Link von vielen auf der Seite sein, sondern meine Daseinsberechtigung haben. Dazu braucht man natürlich den richtigen Content – aber das ist ein anderes Thema.

3. Wie sieht das Backlinkprofil aus?

Als dritten Schritt schaue ich mir das Backlinkprofil an. Hierzu nutze ich ganz gerne ahrefs (ein kostenloses Tool). Ihr könnt natürlich auch jedes andere Tool nutzen.

Hier ein Beispiel einer Koi-Seite:

Bildschirmfoto 2014-09-15 um 17.33.19Wie man sieht, hat die Seite einen URL Rank von 8 und einen Domain Rank von 43. Grundsätzlich ist ein höherer Wert von Vorteil. Je höher, umso besser – aber die Werte hängen ganz stark von dem jeweiligen Thema der Website ab. Wer wie ich im Koi-Thema drin steckt weiß, dass die Werte relativ gering sind.

Bis auf die schwachen Werte fällt hier aber erstmal nichts merkwürdiges auf. Der Anteil an Nofollow-Links ist in Ordnung und auch sonst ist alles erstmal im grünen Bereich. Das Tool zeigt mir jedoch eine komische Zahl an. Lt. dem Screen sind von den 5.100 Links, 5.080 Links „not sitewide“. Wie kann das sein? Ich tippe da ganz stark drauf, dass die Links doch sitewide sind (also z. B. im Footer oder in der Sidebar). Nach kurzer Sichtung der Links wird klar, dass hier Banner und Linktexte in der Sidebar anderer Websites sind. Außerdem nutzt der Webmaster Forenlinks.

Meine Empfehlung: Nicht nur die Tools anschmeißen und gucken, was die so rauswerfen, sondern immer auch einen Blick auf die Links werfen 😉

4. Die Sichtbarkeit und/oder der Index

Um zu schauen, ob der Linkgeber in der Vergangenheit Probleme mit Google hatte, lohnt sich ein Blick auf den Sichtbarkeitsverlauf. Lt. der neuen Studie von Searchmetrics sind Links besser, die von einer Domain mit hoher Sichtbarkeit stammen.

Außerdem erkennt man mithilfe der Sichtbarkeit relativ schnell, ob die Seite irgendwann einmal ein Problem mit dem Panda, Pinguin oder sonst einem Google Update hatte. Ist dies der Fall und die Seite befindet sich immer noch auf dem „Tiefpunkt“, würde ich sie als Linkquelle erstmal meiden.

Wer kein Tool für die Sichtbarkeit hat, kann auch prüfen, ob die Seite im Index ist. Mithilfe der Site-Abfrage (site:meinedomain.de) kann man relativ einfach ermitteln, ob und welche Inhalte im Google Index sind. Hat man eine große Seite vor sich, die aber kaum indexiert ist, kann dies auf ein Problem hindeuten. Hier gilt es dann zu schauen, woran es liegt und je nachdem ob man weiterhin einen Link haben will, oder nicht.

5. Bringt der Link Traffic?

Grundsätzlich sollte ein Link nicht wegen des Links selbst aufgebaut werden, sondern wegen dem Traffic. Dies ist natürlich im Vorfeld schwer zu ermitteln, denn woher soll man wissen, ob der Link tatsächlich auch Besucher bringt. Aus diesem Grund sollte man sich die Linkquelle genau anschauen und eine Vermutung aufstellen, wie viele Besucher die Seite haben könnte und wie viele davon später auf die eigene Seite übergehen. Letztlich bleibt es bei der Vermutung. Zumindest solange, bis der Link gesetzt ist und man die tatsächlichen Zahlen in der Statistik (z. B. Analytics) sehen kann.

Fazit: Die Arbeit lohnt sich!

Natürlich ist dieses Vorgehen hier aufwändig, aber es lohnt sich. Denn heutzutage in Zeiten des Pinguins und auch sonst, will doch eigentlich niemand mehr einen „schlechten“ Link. Google ist kritischer geworden, deshalb sollten wir das auch werden. Und seien wir mal ehrlich, was bringt ein Link, wenn er keine Besucher mit sich bringt? 😉

Also, kommen wir zurück zur Grundfrage: „Woran erkennt man einen guten Backlink?“

  1. Nicht jeder kann ihn haben
  2. Die Linkquelle ist im Google Index und hat eine „hohe“ Sichtbarkeit
  3. Es besteht eine thematische Relevanz
  4. Das Backlinkprofil des Linkgebers ist sauber und er vergibt selbst nur  Links an hochwertige Dritte (kein bad neighborhood/keine Linkschleuder)
  5. Es kommt Traffic über den Link

So, und nun will ich eure Kriterien für einen guten Backlink wissen? Welche würdet ihr hier noch ergänzen?

9 Kommentare:

  1. Man sollte prüfen, wie und mit welchen Suchbegriffen die Seite in den Top 10 bei Google rankt und das Suchvolumen zu den einzelnen Begriffen prüfen. So kann man abschätzen, ob Google Vertrauen zu der Seite hat und ob die Seite Besucher hat. Relevanz ist natürlich ebenfalls ein wichtiges Kriterium….

  2. Neben der Site Abfrage prüfe ich den PageRank. Hat die Domain eine Abstrafung wegen unnatürlichen externen Links erhalten? Danach kommt Sichtbarkeit und Ranking Verteilung.

    • Hi Johann,
      prüfst du echt noch den PR? Um ehrlich zu sein, denn schaue ich mir gar nicht mehr an. Der wird sowieso nicht mehr aktualisiert und liefert deshalb keine Grundlage mehr zur Bewertung (meine Meinung).

  3. Schöne Zusammenfassung – ich denke, dass es immer wichtiger wird, Links zu generieren, die auch echte Besucher bringen. Denn wenn man dieses Kriterium erfüllt, sind meist alle anderen Kriterien ebenfalls positiv. Thematische Relevanz, Top-Content, gute Linkposition usw.

    • Echte Besucher, dass sollte eigentlich immer das Ziel eines Links sein und nicht die bessere Platzierung. Denn wie du schon sagst, wenn dieses Kriterium stimmt, stimmt auch der Rest. Nur leider fürchte ich, dass es immer noch genug Leute gibt, die den Link um des Links willen platzieren.

  4. Hi Sabrina,

    Du weißt, ich mag das, was Du machst! 😉
    Ich ergänze mal kurz Miriam’s Aussage, die einen weiteren super relevanten Faktor enthält, um einen praktischen Prüfvorgang:

    Trust!

    Linkprofil super fett = egal, wenn Google der Domain nicht traut. Allein das Ranking einer Seite gibt darüber auch nicht so richtig zuverlässige Aussage, denn wir wollen ja wissen, ob das Linkprofil der linkgebenden Seite Vertrauen seitens Google genießt. Wir wollen schließlich den guten Juice erben.
    Dafür kenn ich nur ein Tool, dass das zuverlässig auswertet und das sind die LinkResearchTools von Christoph Cemper.
    Sicher, das kostet Geld, aber was kostet denn heutzutage kein Geld und ist gleichzeitig, wirklich gut?

    All the best,
    Chris

    • Hi Chris,
      erstmal Danke 🙂

      Trust ist definitiv ein wichtiges und mächtiges Kriterium. Nur leider sehr schlecht zu messen. Ich muss gestehen, dass ich das LRT dahingehend noch nicht getestet habe. Ich verlass mich da mal voll und ganz auf deine Aussage, wenn du sagst, das Tool ist dafür gut, dann glaub ich – Punkt. Heutzutage gibt es eh nichts umsonst und gerade solche Auswertungen sind aufwändig, deshalb finde ich es auch ok, dass das Tool Geld kostet.

      Lieben Gruß
      Sabrina

  5. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor fehlt mir noch: wie ist der Link gestaltet. Eindeutig als Link erkennbar oder gar hidden. Rel Attribut? Wie sieht der Linktext aus?

  6. Ich bitte um Aufklärung: Der PageRank wird nicht mehr aktualisiert? D.h. die Seiten bleiben statisch auf dem PageRank stehen, den sie zu einem Zeitpunkt x hatten? Habe gegoogelt aber drüber nicht wirklich etwas aufschlussreiches gefunden…

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